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Hilfe für Wohnen in historischen Gebäuden anbieten

Beirat Hilfe für Wohnen in historischen Gebäuden anbieten

Geht die Arensburg in Steinbergen ungebremst ihrem Verfall entgegen? Das zumindest befürchten einige Steinberger und der Verein Arbeitskreis Denkmalschutz Rinteln (AKD). Statt in Denkmallisten könnte in 20 Jahren die verlassene Ruine der Arensburg nur noch als historische Kulisse in den Hochglanzbroschüren der Tourismusbüros beschrieben werden.

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Rinteln (r).  Es handele sich um ein Baudenkmal, das im amtlichen Verzeichnis (Denkmalliste) als Bauwerk mit geschichtlicher Bedeutung aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für Bau- und Kunstgeschichte bezeichnet wird, teilt der AKD mit. Park, Zehntscheune und Auffahrtsrampe seien ebenfalls geschützt, sähen augenscheinlich aber auch dem endgültigen Verfall entgegen.

 Der AKD hatte den Leiter des Rintelner Museums Eulenburg, Stefan Meyer, eingeladen, um Näheres über die Geschichte der Arensburg und die aktuellen Entwicklungen zu erfahren. Der Arbeitskreis dankte Meyer für die Sicherung einiger Fenster und kritisierte „das zu lasche Handeln der Rintelner Verwaltung bis 2014, denn zu selten (oder möglicherweise zu nachlässig) wurden die Postulate des niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes beachtet“. Erst spät seien Sicherungsmaßnahmen seitens der Unteren Denkmalbehörde angeordnet worden.

 Die gesetzliche Verpflichtung der Unteren Denkmalbehörde, angesiedelt seit 2004 bei der Stadt Rinteln, den Kerngedanken des Denkmalschutzgesetzes („Denkmalschutz und Denkmalpflege als öffentliche Aufgabe“) in konkretes Handeln umzusetzen, wurde – so der Vorstand des AKD – bis vor einem Jahr viel zu schleppend und zu oberflächlich umgesetzt. Nun hofft der Arbeitskreis auf einen neuen Eigentümer, der sich für die sachgemäße Erhaltung einsetzt.

 Der AKD vermisst einen Plan der Stadt Rinteln, um Eigentümern von denkmalgeschützten Häusern eine konkretere Unterstützung seitens der Stadt anzubieten. Koordination und Erfassung gefährdeter Fachwerkbauten würden fehlen. Der AKD meint: Ein Plan zum Thema „Fachwerkstadt Rinteln 2030“ scheint in den Köpfen der politisch Verantwortlichen jedenfalls nicht zu existieren.

 Der Arbeitskreis schlägt vor, einen Beirat einzurichten, der die Stadt in Fragen des Baudenkmalschutzes unterstützt. Dieser Beirat könnte ein öffentliches Forum sein für den gemeinsamen Dialog über das Zusammenführen des baukulturellen Erbes – das einen bedeutsamen Standortfaktor (sanfter Tourismus) darstellt – und einer zeitgemäßen Architektur in einer sensiblen historischen Umgebung. Eine offene Dialog- und Entscheidungskultur würde das weit verstreute Wissen zum Thema „Wohnen in einem historischen Gebäude“ zusammenführen und bürgerschaftliche Mitwirkung auf dem Weg zu „Rinteln 2030“ bedeuten.

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