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Hilfe für krebskranke Frauen

„Zeit der Maulbeeren“ Hilfe für krebskranke Frauen

Renan Demirkan ist Schauspielerin und Autorin. Während ihres kurzen Aufenthalts im Weserbergland kam die Wahl-Kölnerin für ein Interview ins Hotel in Minden, um ihre Initiative „Zeit der Maulbeeren“ vorzustellen.

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Renan Demirkan  bekommt ein Herzkissen des Vereins „Weserbergländer Herzen helfen“ geschenkt.

Quelle: tol

Zwischen 2004 und 2013 musste Demirkan Auszeiten nehmen, eigene Schicksalsschläge bewältigen. Der Tod ihrer Mutter, Depression und Brustkrebs – all dies hat die zierliche Schauspielerin überstanden. Mehr noch, dieses Jahr realisierte sie ein Herzensanliegen und gründete die Initiative „Zeit der Maulbeeren“, damit schuf sie einen Raum zum Ausruhen.

„Ich will bedürftigen Frauen, die an Krebs erkrankt sind, mit und ohne Kinder, eine kostenlose Auszeit ermöglichen, bei Bedarf mit psychoonkologischer Betreuung“, erläutert Demirkan. Dafür stellt sie ihr Häuschen im Bergischen Land zur Verfügung. Dorthin hatte sie sich selbst sieben Jahre lang zurückgezogen. „Die Frauen sollen hier drei Wochen lang eine Auszeit nehmen können. Es ist ein ganz wunderbarer, heilender Ort. Dort kommen alle Sinne gleichzeitig zur Ruhe.“ Somit kam das Herzkissen vom Verein „Weserbergländer Herzen helfen“ genau richtig. Demirkan weiß von dessen Hilfe und Unterstützung.

Zwei Kilo Reclam-Hefte

Schauspielerin wurde die damalige Hannoveranerin im Grunde zufällig. Eine Freundin wollte zur Schauspielschule, da habe sie mitgelernt. Als Basiswissen reiche das Lesen von einem Kilo Reclam-Heften, sagte man ihr. „Ich kaufte mir gleich zwei Kilo,“ lächelt Demirkan , „von über 600 Bewerbern gehörte ich schließlich zu den zehn Ausgewählten.“

Heute spielt sie auf der Bühne, liest als Autorin, erlebt dabei das Publikum stets ganz nah. „Dies ist das Spannendste überhaupt: direkte Kommunikation.“ Sie sieht es als höchste Form der Erfüllung an. „Ich weiß sofort, ob es angenommen wird, ob ich berühren kann.“ Sie ist Beobachterin des Lebens, alles, was dazu gehört, interessiere sie. Doch die gestiegene Obdachlosenzahl mache sie krank.

 „Als ich damals vom Brexit hörte, war mein erster Gedanke, jetzt ist die Nachkriegszeit zu Ende.“ Da wurde sie aktiv, gründete die Initiative „Checkpoint Demokratie“. Ihr Ziel: Gespräche führen, die verbinden – zur Stärkung der Demokratie. tol

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