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Höher, breiter, schwerer

Rinteln / Feuerwehr Höher, breiter, schwerer

Möllenbeck, Todenmann, Krankenhagen, Deckbergen – die Ortsfeuerwehren stehen inzwischen Schlange mit der Bitte um eine Sanierung oder einen Neubau ihrer Feuerwehrgarage.

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Zwischen den Löschfahrzeugen liegen Welten, nicht nur in PS-Zahl und technischer Ausstattung, sondern auch in den Ausmaßen.

Quelle: tol

Rinteln. Exten und Steinbergen haben sie schon. Kein Luxus, sondern Notwendigkeit, denn in den alten Garagen in den Ortsteilen stehen zurzeit noch die bis zu 30 Jahre alten Fahrzeuge. Und die Oldtimer müssten in den nächsten Jahren ausgewechselt werden. Doch die neuen Löschfahrzeuge sind länger, breiter, höher.

 Die allgemeine Entwicklung zu immer größeren Fahrzeugen werde sich in naher Zukunft noch verstärken, schildert Thomas Wittschurky von der Feuerwehrunfallkasse in Niedersachsen, die auch ein Wort bei den Um- und Neubauten mitzureden hat. Das sei auch mit Folge des neuen Gesetzes, wonach eine Ausnahmegenehmigung für Feuerwehrfahrzeuge Ende 2016 ausläuft: Auch Feuerwehrfahrzeuge müssen dann der Schadstoffklasse Euro 6 genügen. Die Filtertechnik braucht Platz, wiegt schwer. Bei den Einsatzfahrzeugen sind aber durch die Ausrüstung kaum Gewichtsreserven vorhanden, sie müssen zwangsläufig länger und höher werden.

Möllenbeck hat die Chance, in der Prioritätenliste für eine neue Garage ganz nach oben zu rutschen. GVS-Chef Jürgen Peterson stellte in der Sitzung des Feuerschutzausschusses drei mögliche Entwürfe für einen Um- beziehungsweise Neubau der Feuerwehrgarage vor. Die preiswerteste Variante kalkulierte die GVS, die die städtischen Immobilien verwaltet, mit 55000 Euro, die teuerste mit 200000 Euro. Das XXL-Modell wiederum ist dafür „zukunftsträchtig“, darauf verständigte sich der Ausschuss nach einer Ortsbesichtigung und längeren Diskussion. Diese Variante sieht einen Garagenneubau für maximal vier Fahrzeuge vor. Bei den preiswerten Lösungen laufe man Gefahr, in ein paar Jahren möglicherweise erneut umbauen zu müssen, so Tenor.

Mit dem Vorschlag von Dietmar Vogt, eine zusätzliche Garage auf den Parkplatz zu bauen, mochte sich kaum jemand anfreunden. Zu viel spricht dagegen. Ausschusschef Reinhold Kölling, zugleich Möllenbecks Ortsbürgermeister, wurde deutlich: Der Parkplatz sei vom Ortsrat angelegt worden, weil „hier vorher jeden Morgen das Chaos“ geherrscht habe. Die Parkfläche werde für das Personal der Kindertagesstätte, der Schule und für die Eltern gebraucht. Gegen Vogts Idee spricht auch: Die Unfallkasse fordert, dass sich die Verkehrswege der an- wie ausrückenden Fahrzeuge bei einem Einsatz nicht kreuzen dürfen, was zwangsläufig bei einer separatden Halle passieren würde.

 Auf alle Fälle wird Möllenbeck bei einem Garagenneubau sein „Wahrzeichen“ los: den Feuerwehrturm, der früher gebraucht wurde, um die Schläuche zu trocknen. Heute übernimmt die Zentrale die Schlauchpflege. Für einen Abbruch spricht auch: Der Turm ist sanierungsbedürftig. „Wir unterhalten da Luft und sonst gar nichts“, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz.

 Auch in Todenmann steht der Neubau einer Garage ganz oben auf der Agenda. Doch Ortsbürgermeister Uwe Vogt macht sich inzwischen Sorgen um das Projekt: Der dafür vorgesehene Ansatz steht angeblich nicht im Haushalt für das kommende Jahr. Bürgermeister Buchholz wollte in der Sitzung dazu keine Stellung nehmen. wm

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