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Hospizverein sucht neue aktive Helfer

Ziel ist eine Kultur der sozialen Wärme und Fürsorge Hospizverein sucht neue aktive Helfer

Der Hospizverein Rinteln engagiert sich seit 14 Jahren für Menschen, die in ihrer letzten Lebensphase Begleitung suchen, und Angehörige, die mit ihrer Trauer richtig umgehen wollen. Trotz mehr als 200 (zumeist fördernden) Mitgliedern und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern stößt die Arbeit angesichts immer weiter steigenden Bedarfs vor allem an personelle Grenzen. „Wir suchen dringend Unterstützung“, sagt die Vorsitzende Ingeborg Schumer.
Die Ehrenamtlichen bringen Lebendigkeit, Wissen und Kompetenz in die Hospizarbeit ein, sie spenden Zeit, Kraft und Ideen. „Ihr Engagement nützt dem Verein, den Betroffenen und der Gesellschaft“, betont Schumer. „Alle helfen mit, eine Kultur der sozialen Wärme und Fürsorge mitzugestalten. Gemeinsam knüpfen wir mit am sozialen Netz in Rinteln und Umgebung.“

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Ingeborg Schumer zeigt, was sie zu Trauergesprächen mitnimmt: Klangschale, Textbuch und Kreuz.

Quelle: dil

Rinteln (dil). Der Bedarf wächst: Wegen der demografischen Entwicklung gibt es immer mehr ältere Menschen, die kein ausreichendes Familiennetz für sich haben. Auch junge Menschen, die an einer schweren Krankheit leiden, freuen sich über Gesprächspartner, die einfach da sind und mit aushalten, aber nicht bewerten, selbst wenn noch Familie da ist. „Oft sollen nämlich die Angehörigen nicht mit den Ängsten und Gedanken zu Tod, Abschied und so weiter belastet werden“, so Schumer.
Die Arbeit des „ambulanten und palliativen Hospizdienstes“ habe sich etabliert, so Schumer. Die Angebote seien bei vielen Bürgern bekannt und würden auch gern genutzt als Unterstützung, zur Information und bei gezielten Fragestellungen wie zum Beispiel:
- zur Begleitung von Schwerstkranken/Sterbenden sowie ihren Angehörigen und Freunden;
- Trauerbegleitung für Kinder und Erwachsene (in Einzelgesprächen und Gruppen);
- Beratungen/Informationen zu den Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung;
- Informationsvorträge bei Vereinen, in Seniorenheimen und bei diversen Gruppen;
- Unterrichtseinheiten in Schulen und Berufsschulen;
- Ausleihen eines Koffers mit Material zum Einsatz in Grundschulen;
- öffentliche Veranstaltungen zu diversen Themen.

Wer Lust hat, sich ebenfalls mit Zeit ehrenamtlich zu engagieren, kann sich mit einem Seminar gründlich darauf vorbereiten. „Sterbende begleiten“ heißt der Titel, es dauert vom 23. Februar bis Ende November. Dabei geht es weniger um das Erlernen von Techniken und Fertigkeiten, sondern vielmehr um das Kennenlernen, Einüben und Aneignen einer Begleitungshaltung für die Betreuung in stationären Einrichtungen (Krankenhäuser, Seniorenheime) und ambulanten Bereichen. Die beiden qualifizierten hauptamtlichen Koordinatorinnen Anke Claus und Cornelia Strübe leiten und begleiten das Seminar. Sie werden für die unterschiedlichen Themen von Fachreferenten unterstützt. Die Teilnehmenden sind nicht verpflichtet, nach der Schulung als Begleitende zur Verfügung zu stehen. „Manch einer erkennt, dass er oder sie das nicht schafft“, sagt Strübe. Wer aber mitmachen will, wird nicht allein gelassen. Er oder sie nimmt dann an einer monatlichen Supervisionsgruppe teil, da gibt es Austausch von Erfahrungen und Tipps.

Für die richtige Begleitungshaltung sieht Strübe als notwendige Grundlage: „Einführung in die Grundsätze der Hospizarbeit, Klärung der persönlichen Motivation, Auseinandersetzung mit dem Themen Sterben, Tod und Trauer, Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Begleitung von schwerstkranken, sterbenden Menschen und ihren Angehörigen. Die Bereitschaft zur Selbstreflexion ist erwünscht.“
Wer Interesse hat, ist zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Ansprechpartnerinnen sind die Koordinatorinnen Anke Claus, Cornelia Strübe und Heike Wilkening-Büthe, Telefon (01 78) 1 65 75 01. Es liegen schon acht Anmeldungen vor, noch ist aber Platz. Die Teilnahme kostet 100 Euro oder zwei Jahre Mitgliedschaft. Am Ende gibt es eine Teilnahmebestätigung, mit der man auch in anderen Hospizvereinen tätig werden kann. Auch Auswärtige sind beim Seminar willkommen.

Schumer will die Vorstandsarbeit zudem auf mehr Schultern verteilen. Zunächst geht es ihr um die Gründung einer Organisationsgruppe, die sich zum Beispiel um Werbung, Organisation, Infostände, Feste und Vorträge, Unterstützung des Vorstandes und mehr kümmert. „Jeder kann sich nach seinen Wünschen und Fähigkeiten einbringen, wenn er die Arbeit des Vereins unterstützen will, sich aber Sterbe- und Trauerbegleitung nicht zutraut“, bekräftigt Schumer. Wer sich eignet und Lust hat, kann sich danach auch um ein Vorstandsamt bewerben. Auch hier gibt es in einem Gespräch vorab mehr Infos. Anmeldungen nehmen die Koordinatorinnen sowie Schumer, Telefon (0 57 51) 4 15 95, entgegen.

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