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Hotelzimmer gebucht – aber nicht bezahlt

Rinteln / Prozess Hotelzimmer gebucht – aber nicht bezahlt

Drei Jahre nach einer Serie von Einmietbetrügereien hat nun der Prozess gegen einen Arbeiter (41) vor dem Schöffengericht begonnen. Dem siebenfachen Vater, der zurzeit wegen einer anderen Sache im Gefängnis sitzt, werden acht Taten vorgeworfen.

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Quelle: dpa

Rinteln. Im Sommer 2010 soll er überwiegend in Rinteln und Bückeburg sieben Hotelzimmer sowie eine Ferienwohnung in Schieder-Schwalenberg angemietet und später nicht bezahlt haben. Dabei wurden die Geschädigten um rund 1700 Euro geprellt. In einigen Fällen war auch seine Freundin beteiligt. Gegen die Rintelnerin wurde bereits Ende vergangenen Jahres verhandelt. Sie kassierte wegen vier Einmietbetrügereien eine Geldstrafe von 600 Euro. Damals konnte gegen den jetzt Angeklagten nicht verhandelt werden: Er war unbekannten Aufenthalts und unauffindbar. Im April wurde der 41-Jährige schließlich verhaftet, seitdem verbüßt er eine andere Strafe.

 Der Fall: Im Jahr 2010 lernte der aus Rheinland-Pfalz stammende Angeklagte über das Internet die Rintelnerin kennen. Der Mann stellte sich mit falschem Namen vor und gab an, er sei selbstständiger Fitnessstudiobetreiber. Die beiden verabredeten sich in Rinteln und gingen eine Liebesbeziehung ein. Von Juli bis Oktober 2010 quartierte sich das Paar in diverse Unterkünfte ein, blieb meist ein paar Tage und verschwand regelmäßig, ohne zu bezahlen. Manchmal hinterlegte die Frau ihre Adresse in der Unterkunft und ließ sich die Rechnungen nach Hause schicken. Gezahlt wurde jedoch nicht. Mehrfach gab sie ihrem Freund Geld für die Bezahlung der Zimmer. Zumindest in einem Fall verspielte er das Geld in einer Spielothek. Im Übrigen vertraute die Frau darauf, dass ein Sohn, ein guter Freund oder eine Angestellte des Mannes kommen und Geld mitbringen würde. Ende Oktober ging sie zur Polizei und packte aus. „Ich war damals so in der Spielsucht drin“, erklärte der 41-Jährige, der sich um die Bezahlung der Zimmer kümmern wollte. Und er ging offenbar davon aus, dass die Betrügereien auffliegen würden. „Mir war klar, dass das explodiert.“

 Er hat inzwischen wieder Kontakt zu der Rintelnerin und die Beziehung wieder aufgenommen. Sie besucht ihn im Gefängnis. Der Prozess wird fortgesetzt. maf

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