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„Ich war voll zugedröhnt“

Vor Gericht: Mit Flasche ins Gesicht geschlagen „Ich war voll zugedröhnt“

Knapp zwei Jahre nach einem tätlichen Angriff im Bereich der Weserbrücke muss sich nun ein Rintelner (23) wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht verantworten.

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Rinteln (maf). Laut Anklage soll er einem jungen Mann nach vorangegangenen Provokationen und Streitereien eine Bierflasche ins Gesicht geschlagen haben. Dabei zog sich das Opfer Verletzungen an den Schneidezähnen sowie eine Platzwunde zu.

 Im November 2013 traf sich der Angeklagte zur Messezeit zunächst mit anderen Leuten in der Innenstadt. An einem Kiosk kaufte man Bier, Wodka und Jägermeister und begann um 18 Uhr mit dem Trinken.

 Bis kurz nach Mitternacht will der 23-Jährige eine Flasche Wodka konsumiert und mehrere Nasen Koks gezogen haben. Dann ging er unter die Weserbrücke, nahm noch einmal Koks und stieg wieder hinauf. Eigenen Angaben zufolge sah er, wie das spätere Opfer seine Schwester schubste. Daraufhin habe er mit einer Wodkaflasche zugeschlagen. Es war die zweite Flasche, die er gerade angefangen hatte, zu trinken. Entgegen der Anklage handelte es sich somit nicht um eine Bierflasche.

 „Ich war voll zugedröhnt. Was sollte ich machen? Zugucken?“, erzählte der 23-Jährige vor Gericht. Seine Schwester habe ihm dann eine geknallt, damit er wieder zu sich komme. „Ich war voll besoffen, konnte gar nicht mehr richtig gehen“, schilderte er weiter. Drei Monate nach dem Vorfall habe er dem Opfer einen Brief geschrieben und sich entschuldigt.

 Nach der Einlassung des Angeklagten zur Sache und zu seinem Zustand erklärte Richter Christian Rost den Prozessbeteiligten, man komme hier nicht ohne einen medizinischen Sachverständigen aus. Dieser soll sich zur Frage der Schuldfähigkeit des 23-Jährigen äußern. Die Hauptverhandlung wurde ausgesetzt, Ende Oktober wird es wohl zu einer Neuauflage des Prozesses kommen.

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