Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Idee: Weserpromenade bis zum Sonnenplatz

Rinteln / Umwandlung Idee: Weserpromenade bis zum Sonnenplatz

Den Sonnenuntergang hinter der Weserbrücke genießen – bequem auf einer Sandsteintreppe in der Wiese der Gouvernements-Insel? Diese Vision könnte Wirklichkeit werden. Die Rintelner Stadtverwaltung hat schon mal ein Konzept erstellt. Hauptziel: Der Fluss soll durchgehend erlebbar werden. Und da der alte Hafen inzwischen der Stadt gehört, ist fast alles möglich, wenn die Politiker mitspielen.

Voriger Artikel
Altes Museum bekommt „Haus im Haus“
Nächster Artikel
Sohnrey soll weg – neuer Name gesucht

Die rote Fläche könnte als Fortsetzung der Weserpromenade neu gestaltet werden: Einheitliches Pflaster, Hecke weg, die Weser erlebbar machen, ein Weg zu einer steinernen Sitztreppe in der Weserwiese mit Blick auf Brücke – und zeitweise Sonnenuntergang.

Quelle: dil

Rinteln. Rinteln (dil). Westlich der Weserbrücke macht die neu gestaltete Weserpromenade hinter dem Brückentorkomplex Spaziergängern schon viel Freude. Kleine Restarbeiten für Kabel und Fahnenmasten laufen noch, da debattiert der Ortsrat schon über Ideen für die Fortsetzung auf der anderen Brückenseite bis um den alten Hafen herum.

 Der Erste Stadtrat Jörg Schröder erklärt Details: Der kleine Pattweg an Bombeck’s Eck im Bereich des Pegels soll verschwinden, das Ufer dort unangetastet bleiben. Die Weißdornhecke, die zeitweise den Blick auf den Fluss beeinträchtigt, könnte beseitigt werden. Dafür könnte man kleine Baumgruppen am Nordrand des Gehwegs pflanzen. Das Geländer auf einem Sandsteinsockel müsste entrostet und begradigt werden.

 An der Ecke Mühlenhaus/Gasthaus „Olive“ wäre eine Sitzgruppe denkbar. Energiesparende LED-Lampen würden den Weg beleuchten. Damit dieser auch einheitlich wirkt, soll überall die gleiche Pflasterung genommen werden. Waschbetonplatten und Bitumendecken müssten verschwinden.

 Von der kleinen Bootsanlegestelle unterhalb der Gastronomieterrasse soll die Treppe die ganze Böschung hinauf verlängert werden, damit Freizeitkapitäne ebenfalls gleich auf die Promenade gelangen. Diese Bootsanlegestelle soll erhalten bleiben, während Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz davon ausgeht, dass der innere Teil des alten Hafens mit den Jahren verlanden wird und auch nicht ausgebaggert werden soll.

 Besonders attraktiv könnte schließlich die Fortführung der Promenade hinter dem Hafen zur Weserwiese auf der Gouvernements-Insel sein. Schröder: „Der Weg würde eine wassergebundene Decke bekommen und an einer Sandsteintreppe enden, die nach Westen geneigt ist. Von dort aus könnten Spaziergänger den Sonnenuntergang genießen.“

 Und hält die wassergebundene Decke Hochwasser aus? „Erst einmal kommt das Hochwasser nur selten bis dorthin. Vielleicht muss man den Weg noch etwas höher an der Böschung bauen“, erklärt Buchholz. „Mit den Jahren verfestigt sich eine wassergebundene Decke außerdem so stark, dass Hochwasser ihr kaum noch etwas anhaben kann. Eine Pflasterung wollen wir in diesem Bereich aber nicht haben.“ Klarer Fall außerdem: Eine wassergebundene Decke lässt sich leichter reparieren als eine befestigte.

 Die Kosten werden auf 250000 Euro geschätzt. Die Finanzierung übernähme zu einem Drittel die Stadt. Je ein Drittel sollen Bund und Land aus dem Topf städtebaulicher Denkmalschutz beisteuern, wie beim westlichen Teil der Weserpromenade.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr