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Im Januar ein Haus weiter

Rintelner Stadtwerke ziehen um Im Januar ein Haus weiter

Wer ab Januar persönlich etwas bei den Stadtwerken Rinteln zu erledigen hat, Fragen zu seiner Jahresschlussabrechnung hat, einen anderen Tarif, zu Hause SmartHome einrichten oder die Chipkarte für den Cashstromzähler aufladen will, muss künftig 50 Meter weiter gehen.

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Ab Januar 2016 Anlaufstelle für Stadtwerkekunden: das ehemalige Haus der GVS im Bahnhofsweg 22.

Rinteln. Im Laufe des Januars werden nämlich acht Mitarbeiter der Vertriebsabteilung und der Verbrauchsabrechnung vom bisherigen Stadtwerkehaus in das GVS-Haus nebenan umziehen: vom Bahnhofsweg Nummer 6 in den Bahnhofsweg 22. Warum zwei nebeneinander liegende Häuser so abweichende Hausnummern haben, das konnte auch Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Peterson nicht erklären.

 Das Umzugs-Karussell hat Bürgermeister Thomas Priemer in Gang gesetzt: Dort wurde beschlossen, dass drei Mitarbeiter der Gemeinnützigen Verwaltungs- und Siedlungsgesellschaft mbH (GVS), Horst Kohlmeier, Dirk Schiller und Britta Heinze, das Team des Bauamtes an der Klosterstraße verstärken sollen.

 Das macht wohl Sinn, denn die GVS verwaltet unter anderem die städtischen Gebäude wie Schulen, Kindergärten, Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrgerätehäuser. Da lag es nahe, die technischen Abteilungen räumlich im Rathaus zusammenzuführen.

 Damit die Vertriebs- und Kundenabteilung der Stadtwerke genug Büros im Haus Nummer 22 hat, ziehen die GVS-Mitarbeiter der kaufmännischen Abteilung ins Haupthaus der Stadtwerke um. Vorteil für den Stadtwerkekunden im neuen Haus: Er findet alle Ansprechpartner in einer Etage, und das Haus ist barrierefrei. Im neuen Haus werden unter anderem der Prokurist und Vertriebschef Thomas Rinnebach, Caroline Prasuhn, Christian Kramer und Manfred Nowak ihre Büros haben.

 Zudem schließt der Umzug in puncto Datenschutz eine Sicherheitslücke. Denn im Stadtwerkehaus Nummer 6 mit dem weitläufigen Treppenhaus ist bei großem Publikumsandrang kaum zu überblicken, wer in die meist offenen Büros geht, auch wenn da im Augenblick kein Mitarbeiter sitzt. Im neuen Haus lässt sich das besser kontrollieren.

 Im Vorraum soll ein Kassenautomat installiert werden, an dem Kunden Einzahlungen vornehmen oder ihre Chipkarte für einen Cashstromzähler aufladen können. Der Kassenautomat ist auch außerhalb der Öffnungszeiten der Büros zugänglich.

 Die frei werdenden Räume im Stadtwerke Haupthaus, Bahnhofsweg 6, bleiben selbstverständlich nicht leer. Dort seien Büros überbelegt, erläuterte Peterson. Mitarbeiter bekommen ab Januar mehr Platz, die Arbeitsbedingungen werden verbessert.

 Was kein Stadtwerkemitarbeiter sagen würde, aber Kunden auffällt: Genau besehen sind beide Häuser inzwischen in die Jahre gekommen. Das Haupthaus der Stadtwerke mit dem Flachdach stammt aus den siebziger Jahren, Nummer 22 aus den Fünfzigern. Doch beide Häuser abzureißen und durch einen modernen Neubau mit zukunftsweisendem Energiekonzept zu ersetzen, ist zurzeit politisch wohl kaum durchsetzbar.

 Noch eine gute Nachricht zum Jahresschluss: „Die Stadtwerke werden über die Jahreswende die Strompreise nicht erhöhen“, betonte Rinnebach. Ein Grund dafür sind die zurzeit noch günstigen Einkaufspreise für Strom an den Strombörsen. Wie sich allerdings die Strompreise langfristig weiterentwickeln, könne im Moment niemand vorhersagen.

 Denn viele Faktoren, die den Strompreis bestimmen, werden von der Politik vorgegeben. Faktoren, die sich der Einflussmöglichkeit der Stadtwerke entziehen. Einer dieser Faktoren ist die EEG-Umlage, der Preis für die Energiewende. Die Umlage liegt derzeit bei 6,17 Cent, soll aber im kommenden Jahr auf 6,35 Cent je Kilowattstunde steigen. Und Horst Seehofers Wunsch nach einer teuren Erdverkabelung wird sich bald in den Stromkosten widerspiegeln.

wm

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