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Immer mehr Verkehrsunfälle

Statistik für 2015 Immer mehr Verkehrsunfälle

824-mal hat es im vergangenen Jahr auf den heimischen Straßen gescheppert. Die Zahl der Verkehrsunfälle liegt damit auf einem Fünfjahreshoch, 2010 konnte man mit 750 Unfällen den niedrigsten Wert verzeichnen.

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Quelle: pr.

Rinteln. Wesentlich erfreulicher ist für Daniela Kempa, Leiterin des Einsatz- und Streifendienstes, dass die Zahl der verletzten Personen (151) und die Zahl der Schwerverletzten (23) gesunken ist. Die Zahl der Schwerverletzten ist dabei sogar um ganze 30 Prozent im Vergleich zu 2014 gesunken, der niedrigste Wert seit fünf Jahren. „Und dazu muss man wissen“, erklärt Kempa, „dass als schwer verletzt jeder zählt, der 24 Stunden im Krankenhaus war, auch wenn es nur zur Beobachtung ist.“ Leider sind auch zwei Todesopfer zu verzeichnen gewesen.

Risikofaktor Handy

Gerade das Handy am Steuer, da ist sich Kempa sicher, ist ein großer Risikofaktor. Während man beim – ebenfalls verbotenen – Telefonieren am Steuer wenigstens noch die Augen auf der Straße hatte, schreiben viele Verkehrsteilnehmer nun auch Textnachrichten am Steuer. „Und da schaut man ja dann ganz weg von der Straße.“ Wenn dann im falschen Moment ein Kind über die Straße läuft, fehlen die entscheidenden Sekunden.

Doch die Polizei beschränkt ihre Arbeit nicht auf Prävention. „Wenn wir bei einem Unfall ein Handy am Boden liegen sehen, beschlagnahmen wir das sofort“, so Kempa. Dann werde bei Gericht beantragt, die Daten auswerten zu können.

Aufmerksame Zeugen

Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten ist im Gebiet des Polizeikommissariats Rinteln minimal auf 191 gesunken, im Vergleich der vergangenen fünf Jahre dennoch ein hoher Wert. 37 Prozent konnte die Polizei aufklären, ein etwas niedrigerer Wert als in den vergangenen vier Jahren. „Leider sind noch immer viele Menschen nicht bereit, sich zu ihrem Unfall zu bekennen“, bedauert Kempa. Doch aufmerksame Zeugen und öffentliche Berichterstattung können dann den entscheidenden Unterschied machen: Vor Kurzem meldete sich erst ein Mann nach einer Unfallflucht bei der Polizei, dem der Fahndungsdruck zu groß geworden war.

Gute Aufklärungsquote

Von 1627 vom Kommissariat Rinteln bearbeiteten Straftaten konnten 1009 (also 62 Prozent) aufgeklärt werden, erklärt Polizeichef Wilfried Korte. „Das liegt über dem Niedersachsenschnitt und ist ein echt guter Wert.“ Betrachtet man die Kriminalitätsstatistik genauer, wird klar, dass die Aufklärungsquote je nach Tatbestand stark variiert. Während die Polizei bei Rohheitsdelikten wie Raub, Körperverletzung und Bedrohung ganze 92 Prozent von 234 Fällen aufklären konnten, sieht es bei Diebstahl schlechter aus. „Hier ist die Fahndung schwieriger“, so Korte.

Daher setze die Polizei hier insbesondere auf Prävention – mit sichtbaren Erfolgen. Die Zahl der Diebstähle sank von 653 auf 560 Fälle, von denen 30 Prozent aufgeklärt wurden. Wie die SN bereits berichteten gab es 43 Fälle von Wohnungseinbrüchen, dabei sinkt die Zahl in Rinteln entgegen dem Bundestrend. Außerdem wurden 2015 177 Fälle von Sachbeschädigung registriert, 40 Prozent wurden aufgeklärt. Von den 73 Rauschgiftdelikten wurden alle aufgeklärt.

Straftaten durch Asylsuchende

Gesondert werden in der Statistik in diesem Jahr auch Straftaten durch Asylsuchende aufgeführt. Es gab, seit die Prince Rupert School eröffnet wurde, im Zeitraum Oktober bis Dezember neun Körperverletzungen und Bedrohungen, sechs einfache Diebstähle und einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Das sind 3,78 Prozent aller Straftaten, die im gleichen Zeitraum im Bereich des Polizeikommissariats Rinteln verübt wurden. „Ein verschwindend kleiner Wert“, so Korte.  jak

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