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In Dirndl und Krachledernen

Oktoberfest unter der Burg In Dirndl und Krachledernen

Nun ist auch in die Dörfer unter der Schaumburg die Freude am bajuwarischen Lebensgefühl eingekehrt. Das Dorfgemeinschaftshaus in Schaumburg verwandelte sich in eine Oktoberfest-Stätte.

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Zünftig: die weibliche Thekenmannschaft um den Vereinsvorsitzenden Roland Mrasek.

Quelle: cm

SCHAUMBURG. Richtige Kerle, die kräftigen Waden wollbestrumpft, mit lederner oder zumindest nachempfunden lederner knielanger Hose und rot-weiß-kariertem Hemd, belagern den Hendl- und Haxengrill am Dorfgemeinschaftshaus in Schaumburg. Eine echte Augenweide: die weibliche Begleitung dieser urwüchsigen Gestalten. Die hat sich mit Zöpfen, Kränzen, Schnürungen, schimmernden Stoffen und Dekolleté so richtig in Schale geworfen. „Wir lassen uns das Outfit für die zwei, drei Feste jedes Jahr ordentlich was kosten“, ist da von einigen jungen Deckbergern zu erfahren. Bei der Trachtenmode gebe es preislich nämlich kaum eine Grenze nach oben.

Es sind vor allem die jungen Leute, die ihren Spaß daran haben, mal kurzfristig die kulturelle Identität zu wechseln. „Ich muss schon sagen, wir fühlen uns überraschend wohl in dieser Kluft“, gibt Patrick Zerbst aus dem 18-köpfigen Organisationsteam zu. Doch auch Roland Mrasek, Vorsitzender des veranstaltenden Verkehrs- und Heimatvereins Schaumburg und Vertreter der älteren Generation, sieht aus, als hätte er sein Leben lang den Wiesn-Wirt gegeben.

Bei den weiblichen Gästen gibt es eine deutliche Zweiteilung: Die eine Gruppe bewegt sich in größter Selbstverständlichkeit im körperbetonten Dirndl-Look. Den anderen merkt man an, dass sie sich doch noch etwas unsicher im ungewohnten Outfit fühlen. „Gut, dass hier viele so angezogen sind. So langsam beginne ich mich zu entspannen“, sagt eine Besucherin. Schummrige Beleuchtung, zünftige Alm-Disco-Musik, eine mit Strohballen und Fähnchen geschmückte Tanzfläche, jede Menge vertrauter Gesichter auf den Bänken der Bierzeltgarnituren und nicht zuletzt der gut organisierte Ausschank sorgen für eine super Atmosphäre.

Die gute Nachricht: Nachdem bei diesem ersten Versuch die Resonanz positiv ausgefallen ist, soll das Fest jetzt jedes Jahr gefeiert werden. Es wird also auch für die reifere Generation noch Gelegenheit geben, auszuprobieren, wie man sich in Wiesn-Tracht fühlt.cm

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