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In Hotels einquartiert und nicht bezahlt

Rinteln / Prozess In Hotels einquartiert und nicht bezahlt

Vor dem Schöffengericht muss sich zurzeit eine 34-jährige Rintelnerin für eine Serie von sogenannten Einmietbetrügereien verantworten. Der Frau wird vorgeworfen, sie habe im Sommer 2010 mit ihrem damaligen Partner vier Hotelzimmer im Landkreis Schaumburg sowie eine Ferienwohnung in Schieder-Schwalenberg angemietet und später nicht bezahlt.

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Rinteln (maf). Im Jahr 2010 lernte die Angeklagte über das Internet einen Mann kennen, mit dem sie dann auch eine Beziehung einging. Das Liebespaar mietete im August 2010 in einem Hotel im Auetal ein Doppelzimmer für drei Tage und reiste danach ohne die fälligen 150 Euro zu begleichen wieder ab.

 Wenige Tage später reservierte die 34-Jährige eine Unterkunft in einem Bückeburger Hotel und ließ sich dann die Rechnung (290 Euro) zuschicken. Gezahlt wurde jedoch nicht. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich im September in einem anderen Hotel in Bückeburg. Schaden für vier nicht bezahlte Übernachtungen: rund 250 Euro. Unmittelbar danach quartierte sich das Pärchen in einem Rintelner Hotel ein. Dabei trug sich der Mann mit einem falschen Namen ins Gästebuch ein. Zunächst ließ das Paar offen, wie lange es bleiben wollte. Als sie am dritten Tag angaben, sie wollten noch einen Tag verlängern, sollten die ersten drei Tage bezahlt werden.

 Daraufhin verschwanden die beiden, wobei aber ihr Autokennzeichen notiert wurde. Ein paar Wochen später ging die Angeklagte wieder in das Hotel und bezahlte die Hälfte der Rechnung. Auch in anderen Fällen bemüht sie sich seit geraumer Zeit, den Schaden durch Zahlung kleinerer monatlicher Summen zu begleichen.

 Letzter Tatvorwurf: Ende September 2010 mietete das Paar für zehn Tage eine Ferienwohnung in Schieder-Schwalenberg und blieb 380 Euro schuldig.

 Vor Gericht äußerte die Rintelnerin sinngemäß, sie habe ihrem damaligen Partner öfter Geld gegeben und sei davon ausgegangen, dass der Mann die finanziellen Angelegenheiten regle. In anderen Fällen dachte sie, der Sohn ihres Freundes würde kommen und bezahlen.

 Ihr früherer Freund scheint momentan untergetaucht zu sein. Er ist unbekannten Aufenthalts und konnte bislang nicht gefunden werden. Seit einiger Zeit ist der Mann, in dem Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig die treibende Kraft bei den Taten vermutet, zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.

 Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.

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