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Innenministerium stellt Auflösung der Notunterkunft in Aussicht

Ende des Jahres Schotten dicht? Innenministerium stellt Auflösung der Notunterkunft in Aussicht

Dass die einstige Prince Rupert School vom Niedersächsischen Innenministerium durchaus länger als für das veranschlagte eine Jahr als Notunterkunft genutzt werden könnte, daran hat im September wohl keiner der Beteiligten gezweifelt.

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Ende dieses Jahres könnte die Notunterkunft Prince Rupert School aufgelöst werden. Ob es so kommt, ist allerdings ungewiss.

Quelle: pk

Rinteln. Zum damaligen Zeitpunkt trafen allein in Niedersachsen täglich 600 Flüchtlinge ein.

 Inzwischen hat die Zuwanderung merklich nachgelassen. Grund genug für das Innenministerium, eine Auflösung der Rintelner Notunterkunft zum Ende des Jahres in Aussicht zu stellen. Darüber ließen sich jetzt Bürgermeister Thomas Priemer, Landrat Jörg Farr und Kreisdezernent Klaus Heimann in Hannover von Friedhelm Meier, Abteilungsleiter für Flüchtlingsangelegenheiten des Niedersächsischen Innenministeriums, in Kenntnis setzen.

 Aber: Es ist eine Aussicht unter Vorbehalt. Kein Mensch wisse, wie sich die Flüchtlingstrecks nach Deutschland im Laufe des Jahres weiterentwickeln werden. Die Schließung der Grenzen in Österreich und auf dem Balkan hat dazu geführt, dass deutlich weniger Flüchtlinge Deutschland erreichen.

 So wenig, dass das Innenministerium sich vorstellen kann, Ende des Jahres nicht mehr auf die vor allem als Puffer fungierenden Notunterkünfte wie die in Rinteln angewiesen zu sein, teilte Bürgermeister Priemer im Gespräch mit unserer Zeitung mit. Ob es am Ende auch so komme, werde sich erst im Laufe des Jahres zeigen.

 Tatsächlich haben in den vergangenen vier Wochen jedoch mehr Flüchtlinge die Notunterkunft verlassen als Flüchtlinge zugewiesen wurden, bestätigt Kreisdezernent Heimann. Derzeit würden nur noch knapp 200 Menschen in der Prince Rupert School leben.

 Allerdings seien die Kommunen jetzt mit einer doppelten Herausforderung konfrontiert. „Die Registrierung ist abgeschlossen, das heißt, es werden jetzt deutlich mehr Flüchtlinge auf die Kommunen verteilt“, so Heimann.

 Gleichzeitig sind die Kommunen mehr als zuvor gefordert, Wohnraum für die Flüchtlinge zu schaffen, da das Land die Notunterkünfte zunehmend auflösen wolle, um seinerseits Kosten zu sparen.

 Bürgermeister Priemer sieht Rinteln für diese Aufgabe gut vorbereitet: „Wir generieren ständig möglichen Wohnraum, sodass wir tagesaktuell handeln können.“ Die Auflösung der Notunterkunft sei für alle Beteiligten eine Entlastung. „Die Flüchtlinge werden auf die Kommunen verteilt, und wir haben mehr Kapazitäten, um aktiv an der Integration der Menschen zu arbeiten“, so Priemer.

 Unterdessen ist die Stadt Rinteln bereits intensiv mit der Nachnutzung befasst. Auch die Öffentlichkeit soll bei den Planungen mit einbezogen werden. Am morgigen Dienstag um 18 Uhr findet im Brückentorsaal die Auftaktveranstaltung zur Sache statt.

pk

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