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Ins siebte Jahrzehnt mit „Frau König“

Rinteln Ins siebte Jahrzehnt mit „Frau König“

Vor 60 Jahren, als sich das Einwohnerschützen-Bataillon Rinteln als neuer selbstständiger Verein formierte, ist das Schützenwesen noch reine Männersache gewesen.

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Schützenoberst Wilfried Stock (von rechts) mit Schwiegertochter Tanja, Königin des Vereins, Schwiegermutter Gerda Wintjes, Mitgründerin der Damengruppe, sowie Tochter Simone Sprick, der Vereinsvorsitzenden.

Quelle: who

Rinteln. Dass irgendwann einmal Frauen beim Wettbewerb um die Königskette mitmischen und ernst zu nehmende Chancen auf die Regentschaft haben, war bei Gründung des Bataillons Zukunftsmusik. Aber während der vergangenen sechs Jahrzehnte hat sich die Schützenwelt grundlegend geändert. Das zeigte sich jetzt bei der Feier des runden Geburtstags gleich an mehreren Stellen.

Daran, dass mit Tanja Stock im Jahr 2015 erstmals eine Frau den Titel König tragen würde, dürften die Gründer nicht einmal in ihren Träumen gedacht haben. Aber just in diesem Jahr hatten die „Einwohnerschützen“, so werden sie inzwischen in Kurzform genannt, ihre Statuten geändert und die Tür in eine Zukunft mit veränderlichen Vorzeichen weit aufgemacht. Das verdeutlichte Schützenoberst Wilfried Stock, der selbst seit 50 Jahren die Geschichte seines Vereins miterlebt und mitgestaltet hat.

Stock persönlich erinnerte sich an den Beginn der neuen Zeitrechnung im Jahr 1970, als die Einwohnerschützen nach einigem Ringen mit sich selbst die Gründung der Damengruppe beschlossen, die beim Fest am Vereinsheim auf dem Steinanger gleichzeitig ihr 45-jähriges Bestehen beging. „Das war damals nicht ganz einfach.“ Hintergrund: Frauen, die nicht ausschließlich für den Service-Part zuständig waren, sondern sich aktiv am Schießbetrieb beteiligen wollten, schien für die meisten Schützen noch undenkbar.

Der Marsch durch die Institutionen war lang, brauchte viel Überzeugungsarbeit und hatte viele Stationen, bestätigte Gerda Wintjes, die als erste Leiterin der Damengruppe den Wandel hautnah miterlebt hatte. „Das war damals die richtige Entscheidung“, war sich Stock mit ihr einig. Beide dachten an den frischen Wind, den die aktiven Schützenfrauen brachten und der immer wieder zu Neuerungen führt, die die Einwohnerschützen zukunftsfest zu machen helfen: durch Gründung und Betrieb der Jugendabteilung vor vielen Jahren, die Bildung der Dartsport-Abteilung „Veteranos“ vor vier Jahren und durch Wahl von Simone Sprick als Vereinsvorsitzende, die als Tochter von Schützenoberst Wilfried Stock von klein auf ins Schützenwesen hineingewachsen ist – gemeinsam mit ihrem Bruder und heutigem Oberschützenmeister des Vereins, Thorsten Stock. Dass dieser sich in diesem Jahr nahtlos in seine neue Rolle als „Prinzgemahl“ an der Seite seiner Ehefrau und Königin Tanja Stock eingefügt hat, spricht ebenfalls dafür, dass da noch mehr geht. Denn, so kündigte „Frau König“ schon an: „Ich würde wohl in diesem Jahr auch gerne noch Stadtschützenkönigin werden. who

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