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Internat wird für Flüchtlinge vorbereitet

Rinteln Internat wird für Flüchtlinge vorbereitet

180 Flüchtlinge könnten in den nächsten Wochen in den ehemaligen Internatstrakt der Prince Rupert School in Rinteln ziehen.

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Die noch verpackten 180 Betten werden bereits im Internat gelagert.

Quelle: tol

Rinteln. „Ob, wann und wie viele, das wissen wir noch nicht“, erklärt Schaumburgs DRK-Präsident Bernd Koller. Auf jeden Fall sei ermittelt worden, dass maximal 180 zusätzliche Flüchtlinge Platz im Internat finden könnten.

Damit ist konkret geworden, was seit der ersten Bürgerversammlung im Oktober vergangenen Jahres im Raum stand. Damals sprach Alexander Götz vom niedersächsischen Innenministerium von „zunächst 600 Menschen“ die in der ehemaligen Schule untergebracht würden. Er sicherte damals aber zu, dass die Entscheidung, wie viele Menschen in der Unterkunft leben werden, das DRK treffe. „Das DRK ist quasi der Torwächter.“

Auf Anfrage dieser Zeitung sagte Koller am Telefon dann auch ganz deutlich: „Mehr als 780 machen wir nicht mit.“ Diese Zahl von Flüchtlingen, die könne man in der Schule gut unterbringen, versorgen und auch ohne Probleme betreuen. Aber um weiterhin so eine grundsätzlich friedliche und gute Stimmung in der Unterkunft haben zu können, solle es nun bei den 780 Personen auch bleiben. Das habe man dem Innenministerium klar gesagt.

Rintelns Bürgermeister Thomas Priemer sagt: „Bei aller Unsicherheit, die in der Bevölkerung existiert, sehe ich keine Probleme, auch zusätzliche Menschen aufzunehmen.“ Er vertraue dabei der Einschätzung des DRK und den Ehrenamtlichen. „Wir haben da oben ein superprofessionelles Team, das mit viel persönlichem Engagement arbeitet.“

Er wolle sich daher nicht auf eine genaue Zahl festlegen, sondern die wichtige Frage sei ja, wie viele Flüchtlinge könne Rinteln menschenwürdig und für die Bevölkerung vertretbar unterbringen. „Ansonsten soll mir einer erklären, wieso es mit 600 geht und mit 601 nicht mehr.“

In der nächsten Woche soll es ein Treffen zwischen DRK-Leitung und Innenministerium geben, bei der die weitere Vorgehensweise bezüglich des ehemaligen Internats besprochen wird. Es scheint unwahrscheinlich, dass die Zimmer zuvor bereits bezogen werden. Zwar werden dort bereits 180 Betten gelagert, diese habe man aber schon vor längerer Zeit „auf Vorrat“ gekauft, als sich die günstige Gelegenheit ergeben habe, erklärt Koller. „Eine Zeit lang war es schwierig, große Mengen an Betten zu bekommen. Und brauchen wir sie hier nicht, können wir sie auch anderweitig einsetzen.“ Noch ist das ehemalige Internat nicht bezugsfertig, unter anderem müssen Brandschutzauflagen erfüllt und Installateurarbeiten durchgeführt werden.

Koller wie auch Priemer machen deutlich, dass es noch nicht sicher sei, dass überhaupt zusätzliche Flüchtlinge nach Rinteln verlegt werden.

Allerdings scheint es angesichts der momentanen Situation in Deutschland unwahrscheinlich, dass die gute Lage der Schule ungenutzt bleibt. Damit würden sich dann Befürchtungen von Kritikern bewahrheiten, dass die anfangs kommunizierte Zahl von 600 Flüchtlingen langfristig nicht gehalten werde. jak

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