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Investor-Zuversicht verwundert

Nabu Rinteln Investor-Zuversicht verwundert

Mit Verwunderung nimmt die Rintelner Ortsgruppe im Naturschutzbund (Nabu) zur Kenntnis, dass sich der Windkraftinvestor Planet Energy zuversichtlich zeigt, bereits 2018 die Windkraftanlagen in Westendorf bauen zu können.

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Die Seeadler könnten bald wieder verschwinden, wenn das Windkraftprojekt realisiert wird, meint der NABU.

Quelle: Kathy Büscher

RINTELN. Aus Sicht von Nabu-Chef Nick Büscher ist der Ausgang des Gerichtsverfahrens zwischen dem Landkreis Schaumburg und der Stadt Rinteln alles andere als klar. „Die Stadt hat die naturschutzfachlichen und artenschutzrechtlichen Belange hervorragend zusammengetragen, die sowohl seitens des Investors als auch der Genehmigungsbehörde nicht berücksichtigt worden sind“, so Büscher. Insbesondere das aus Sicht der Rintelner Verwaltung und des Nabu mangelhafte Seeadler-Gutachten zeige seiner Ansicht nach die handwerklichen Fehler im Genehmigungsverfahren.

Interessen der Natur werden ignoriert

Auch wenn Planet Energy berechtigt wäre, mit der Errichtung der Windkraftanlagen zu beginnen, sehen die Naturschützer darin ein nicht unbeträchtliches Risiko. „Neben dem finanziellen Schaden für Planet Energy, falls die Genehmigung des Landkreises von gerichtlicher Seite für ungültig erklärt wird, ist der Imageschaden bereits jetzt enorm – auch für Greenpeace Energy“, so Büscher weiter. Bereits jetzt stoße das Gebaren der Hamburger Investoren nicht nur in Naturschützerkreisen, sondern auch in der Bevölkerung auf großes Unverständnis.

„Ich glaube auch, dass Planet Energy die Rufschädigung unterschätzt, die mit diesem Projekt verbunden ist“, meint Büscher. Aus Sicht des Nabu sei es nicht nachvollziehbar, dass ein Unternehmen, das seine Wurzeln in der Umweltbewegung hat, sich derart über die Belange des Natur- und Artenschutzes hinwegsetzt. Besonders perfide sei laut Büscher die Überlegung, auf den Status als Bürgerwindpark zu hoffen und Schaumburger hierfür vor den Karren spannen zu wollen.

Seeadlerbrutpaar in Gefahr

Vonseiten des Naturschutzbundes wird man jedenfalls nicht müde werden zu betonen, wer in seinen Augen letztlich der Verursacher sei: „Die Protestbanner sind ein erster Schritt. Weitere Aktionen werden folgen. Und sollten die Windkraftanlagen tatsächlich gebaut werden, hängen die Banner notfalls 30 Jahre“, bekräftigt Büscher.

Der Rintelner Nabu-Vorsitzende weist darauf hin, dass das, was für Planet Energy vielleicht nur eine Investition von vielen ist, die „Auenlandschaft“ in Hohenrode als das Naturschutzgroßprojekt im Weserbergland massiv beeinträchtigen werde. Insbesondere im Hinblick auf das bislang einzige Seeadlerbrutpaar in der deutschen Mittelgebirgsregion sollte auch Planet Energy klar sein, dass ihr Windkraftprojekt verantwortlich wäre, falls eines der Tiere in den Anlagen verunglückt. „Die Auslöschung der lokalen Seeadlerpopulation hat dann einzig und allein Planet Energy zu verantworten“, so Büscher abschließend.

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