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Investor besichtigt Arensburg

Probleme mit historischem Bauwerk gehen in die nächsten Runde Investor besichtigt Arensburg

Sonnabend 11 Uhr: Das Handy klingelt. Kai Kobold ist an der Arensburg. Er ist Unternehmer aus Köln, der für Dominik Koch das Konzept einer möglichen Nutzung des Schlosses entwickelt. Koch wiederum ist ein Immobilienmann aus Leipzig, der dort Altbauten saniert und vermietet hat. Kobold handelt mit antiken Baustoffen, Kaminen, Türen, Wand- und Bodenfliesen.

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Rinteln. Beide wollen, so die Idee, die Arensburg sanieren. Die oberen Stockwerke sollen in Wohnungen umgewandelt („Interessenten dafür gibt es bereits“) und das Erdgeschoss für Veranstaltungen, Events, Hochzeiten, Ausstellungen, Konzerte genutzt werden. Mit anderen Worten: Es soll für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Ebenso der Park.

 Drei Monate, erzählt Kobold, habe er an der Arensburg zugebracht, sich die Räume angeschaut, Handwerker hinzugezogen und bis ins Detail den Sanierungsbedarf für das Schloss ermittelt. Eine dicke Akte, die er spontan aus seinem BMW holt. Eine Akte die auch die Stadt Rinteln, das zuständige Bauamt kennt, die Denkmalschutzbehörde, der Bürgermeister. Eine Akte, deren Konzept, so Kobold, Zustimmung gefunden habe.

 Und Kobold wird noch einmal deutlich an diesem Sonnabendvormittag: „Für die Arensburg ist es fünf vor zwölf“, sagt er. Noch ein paar Monate, in denen nichts passiert und der notwendige Sanierungsaufwand sei wirtschaftlich kaum mehr darstellbar. „Mit ein paar Polen“, wie es auch schon im Gespräch war, „ist da nichts zu machen.“ Da müssten Fachleute ran, und man müsste Geld in die Hand nehmen.

 Jetzt komme es darauf an, ob der Kaufvertrag mit der derzeitigen Eigentümerin Christiane Bennink zustande komme oder nicht. Diese hat angeblich einen weiteren Investor an der Hand. Der möchte die Arensburg in ein Hotel verwandeln. Kobold kann sich da nur wundern: Schon die Brandschutzmaßnahmen für so ein Projekt seien kaum in dem historischen Gemäuer zu realisieren, vom weiteren baulichen Aufwand ganz zu schweigen.

 Selbst im Bauamt, darauf angesprochen, reagiert man nur noch genervt. Bauamtschefin Elena Kuhls jüngst am Telefon: „Ein Investor sollte wenigstens vorher mit uns sprechen und klären, ob seine Idee überhaupt machbar ist.“  wm

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