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Irgendwann kracht es eben mal

Altstadtfest Rinteln Irgendwann kracht es eben mal

Es hat Stunden gegeben, da ist es auf dem Altstadtfest so vergnügt zugegangen wie immer: Unzählige Menschen, die vor den drei Musikbühnen tanzten, andere, die sich vor Cocktailbar und Grillständen zusammenfanden oder zwischen den vielen Buden von Bühne zu Bühne wanderten.

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Quelle: tol

RINTELN. Am Sonnabend konnte man sogar von einer „lauen Sommernacht“ sprechen. Wenn da nur nicht immer wieder dieser Regen gewesen wäre, der die gesamte Szene regelmäßig leer fegte.

So war bei diesem Fest echtes Durchhaltevermögen bis zum Sommer-Sonntag gefragt, vor allem am Freitagabend, als so herausragende Bands wie „Pimpy Panda“ vor einem arg zusammengeschrumpften Publikum spielten, das sich unter den Dächern der Gastronomieanbieter verkroch oder tapfer mit Regenschirm aushielt. „Ich möchte fast von einer Katastrophe sprechen“, schrieb der Rintelner Musiker Michael Kluwe gegen 23 Uhr auf Facebook. Er selbst saß zwar gemütlich mit Freunden auf dem überdachten Balkon seiner Wohnung am Marktplatz, aber natürlich fürchtete er, dass sein eigener Auftritt am Sonnabend mit dem Countrysänger Steve Smith ebenso im Regen untergehen würde.

Wetter kann nicht immer mitmachen

Und tatsächlich war das Wetter auch den ganzen Sonnabend über dem Altstadtfest nicht gerade geneigt. Bewundernswert, dass alle eingeladenen Bands trotzdem musikalisch aufs Ganze gingen. Während Kasperle und Seppl am Nachmittag auf der Extertaler-Bühne am Kirchplatz kaum Zuhörer in den Nieselregen locken konnten, versammelten „Daisy Town“, „Plek Attack“ und „Keine Panik“ tapfere Fans vor ihren Bühnen. Am Abend kam dann doch noch richtig Stimmung auf, so hingebungsvoll ließen sich die „Jukebox Sixx“, die „Vip Entertainment Band“ und die „Disco Lords“ auf ihre Aufgabe ein, vier Stunden zu spielen, als fiele kein einziger Regentropfen.

„So ist das Leben“, meinte dazu Marktmeister Daniel Jakschik, der am endlich sonnigen Sonntag lächelnd die vielen Menschen beobachtete, die nun Kirch- und Marktplatz bevölkerten und die Stände in der Weserstraße umringten. „In den letzten Jahren war das Wetter einfach phantastisch. Es kann nicht ausbleiben, dass es dann doch mal kracht.“

Sonne wurde erwartet

So ähnlich sahen es die meisten Beschicker des Festes, angefangen bei Bäcker Hartmut Hakenbeck, der sowieso immer gute Laune hat, bis hin zur Sektkellerei Duprès aus Neustadt, die am Kirchplatz eine gemütliche Sitzecke aufgebaut hatte. „Ja, wir waren viel mit dem Trocknen der Bänke beschäftigt“, sagte Ines Blinke, die den Sekt an die Nicht-Biertrinker ausschenkte. Am Sonntag endlich wurde der reizvolle Platz für einen Sonnen-Sekt genutzt.

Oliver Diermann vom Gewürzstand Dudel hatte sich seinen Humor ebenso wenig nehmen lassen. „An den Regentagen haben wir eben für den letzten Tag geübt“, meinte er, und kam nun tatsächlich kaum noch damit hinterher, seine Kunden zu bedienen.

Wer Glück an diesem verkaufsoffenen Sonntag hatte, war der Einzelhandel. Für die Rintelner Geschäftsleute dürfte sich ihr Tag kaum von den vorigen Altstadtfesten unterschieden haben. „Alles in allem ist es gut gelaufen, jedenfalls von der organisatorischen Seite her“, so Jakschik. „Vor allem die Bands kann ich loben, wie sie Auf- und Abbau hinbekommen haben.“ Man müsse es eben sportlich nehmen, meinte der Marktmeister. Und das haben wirklich alle getan. cok

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