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Jedes Jahr dasselbe Spiel

Wintereinbruch in Rinteln Jedes Jahr dasselbe Spiel

Der Winter ist da. Auch in Rinteln. Die Straßen sind rutschig, der Räumdienst kommt nicht alle 15 Minuten – und die Müllabfuhr erreicht manche Ortsteile gar nicht mehr.

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Rinteln. Ärger und Frust dringen ein ins zuvor gefeierte Winterwunderland. Die Verantwortlichen sind im ersten Ärger oft schnell gefunden: Doch Straßenmeisterei, Bauhof und AWS fühlen sich unschuldig.

 „15 bis 20 Anrufe am Tag, das ist an so einem Tag normal“, erklärt Karl-Heinz Klages, Leiter der Straßenmeisterei Rinteln. Mit acht Fahrzeugen und 32 Mitarbeitern ist er zuständig für Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Südkreis. Den meisten Anrufern könne man aber die Sachlage erklären. Konfrontiert mit konkreten Problemstellen, sagte Klages unter anderem in Bezug auf die Landesstraße von Hohenrode nach Rinteln: „Wir haben den ganzen Tag über geräumt. Bis 6 Uhr morgens sollten wir fertig sein, danach beginnen die Fahrzeuge eine neue Runde.“

 Ein Durchgang dauere etwa drei Stunden. Ein Zeitraum, in dem es bei Schneefall durchaus wieder zu einer weißen Decke auf der Fahrbahn kommen könne. „Die Leute denken dann immer, es wird nicht gestreut. Aber das stimmt nicht.“ Ein weiterer Faktor sei, dass das Salz auf viel befahrenen Strecken besser wirke, da es weiter verteilt werde. „Deswegen ist die B83 irgendwann komplett schwarz, aber auf einer Kreisstraße in Goldbeck, wo den ganzen Tag 50 Autos fahren, ist es noch immer weiß.“

 Die optimale Route für den Streu- und Räumplan der Straßenmeisterei wird von einem Computer errechnet. Ab 2 Uhr morgens seien seine Mitarbeiter unterwegs. Bis 6 Uhr sei üblicherweise jede Straße, für die die Straßenmeisterei verantwortlich sei, einmal geräumt und gestreut. „Im Gegensatz zur Autobahn werden unsere Straßen nicht 24 Stunden geräumt“, erklärt Klages. Klages und Co. sind von 6 bis 22 Uhr für Räumen und Streuen der Straßen zuständig.

 Auch Klaus-Ulrich Hartmann, Baubetriebshofleiter der Stadt, sieht keine größeren Probleme bei den Räumarbeiten. Man richte sich eben nach der Priorität. Wichtig seien beispielsweise die Zuwege von Krankenhäusern, Schulbuslinien und Kreuzungsbereiche. „Wir sind teilweise ab 4 Uhr morgens unterwegs, um die Straßen zu räumen“, erklärt er. Aber irgendwo müsse man eben anfangen – und irgendwo aufhören. Es könne eben nicht jeder als Erstes dran kommen. Ein weiterer Faktor sei, dass in dem Salz-Split-Gemisch, das die Gemeinde verwende, aus Umweltschutzgründen nur ein Salzanteil von 20 bis 30 Prozent enthalten ist. „Manche erwarten im Winter eine schwarze Straße. Das sehen wir nicht so.“ Man müsse eben auch dem Wetter entsprechend fahren, und im Winter sei in der Stadt auch Tempo 40 durchaus zumutbar. „Parallel dazu sind wir ja auch für die Straßenbäume zuständig, die erheblich unter dem Salz leiden“, sagt Hartmann.

 Für die nächsten zwei bis drei Tage richtet sich der Bauhofchef zwar noch auf Schnee ein, danach erwartet er aber, dass sich die Situation wieder beruhigt.

 Ein weiteres, sich beinahe jährlich wiederholendes Ärgernis, ist die Müllabholung in den höher gelegenen Ortsteilen. In diesem Jahr konnte in Goldbeck, in Wennenkamp und in Teilen von Todenmann der Müll nicht abgeholt werden, teilt AWS-Sprecherin Susanne Rintele mit. Die Fahrzeuge der Müllabfuhr hätten die Straße nicht sicher passieren können. In Absprache mit dem Bauhof werde die AWS aber am Donnerstag einen neuen Versuch unternehmen, zumindest den Biomüll in Goldbeck und Wennenkamp sowie den Rest- und Altpapiermüll in den fehlenden Teilen Todenmanns abzuholen.  jak

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