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Jedes Mal ein paar Worte Deutsch mehr

Flüchtlingssituation Jedes Mal ein paar Worte Deutsch mehr

Für den 12. November hat Bürgermeister Thomas Priemer alle Ortsbürgermeister ins Rathaus eingeladen. Einziges Thema: die Flüchtlingssituation in der Stadt Rinteln. Konkret: Welche Möglichkeiten gibt es für ehrenamtliches Engagement für Bürger, die helfen wollen? Und: Wo kann man Flüchtlinge für Arbeiten im öffentlichen Raum einsetzen?

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Amar aus dem Sudan lernt, wie man professionell Fenster putzt.

Quelle: pr.

Rinteln (wm). Diesbezüglich ist Dietrich von Blomberg mit seiner Initiative unter Regie der Arbeiterwohlfahrt vorgeprescht. Von Blomberg hatte (wir berichteten) mit Flüchtlingen Müll aus der Exter geholt, Karin Diekmann von der Domäne Coverden mit Flüchtlingen Äpfel gepflückt und jetzt Helmut Jakobshöfer, Chef der gleichnamigen Gebäudereinigungsfirma, Flüchtlingen gezeigt, wie man professionell Fenster putzt. Amar aus dem Sudan und Redon aus Albanien wollen das ganz praktisch im Heim am Kerschensteiner Weg umsetzen.

 Priemer begrüßt grundsätzlich die Initiative, will diese Aktionen aber in geordnete Bahnen lenken und koordiniert sehen. Dabei betonte Priemer gestern in einem Telefongespräch, von Blomberg habe die bisherigen Aktionen mit dem Rathaus abgesprochen. Von Blomberg erläuterte, da diese Aktionen unter dem Dach der Arbeiterwohlfahrt (Awo) liefen, seien die Flüchtlinge auch versichert: „Wenn mal einer in den Graben rutscht.“ Er sagt auch, um Missverständnisse zu vermeiden: „Wir arbeiten nicht, wir beschäftigen uns.“ Denn Sinn der Aktionen sei vor allem, dass die Flüchtlinge Deutsch lernen. Deshalb sei ihre Zahl auch bei jeder Aktion beschränkt: „Nach jedem Einsatz bleiben ein paar Worte Deutsch hängen.“ Flüchtlinge für solche Arbeiten zu motivieren, sei kein Problem. Im Gegenteil: „Es melden sich immer mehr als wir brauchen.“

 Auch die CDU-Fraktion und der CDU-Stadtverband haben inzwischen die Initiative ergriffen und fordern angesichts der aktuellen Entwicklung, die Stadt solle die Stelle eines Sozialassistenten schaffen, ersatzweise zwei Halbtagsstellen.

 Die Christdemokraten stellen sich vor, dass „auch Mitbürgerinnen und Mitbürger in unmittelbarer Nachbarschaft von Notaufnahmeunterkünften und Flüchtlingsheimen sich mit ihren Anliegen dann an die geschulten Ansprechpartner wenden können“. Stadtverbandsvorsitzender Matthias Wehrung und Fraktionschef Veit Rauch schreiben in ihrem Antrag: „Wir wissen natürlich, dass die Stadt Rinteln aus finanzieller Sicht auf eine weitere Aufstockung des Personals verzichten müsste, weil die Aufgabe eigentlich nicht in ihre Zuständigkeit fällt.“ Doch die bisher diskutierten „flankierenden Maßnahmen“ der Stadt seien nicht ausreichend, die vielen ehrenamtlichen Helfer könnten diese Aufgaben auf die Dauer nicht leisten.

 Priemer hatte bereits in der jüngsten Ratssitzung angekündigt, einen Integrationsbeauftragten oder eine Integrationsbeauftragte einstellen zu wollen. Eine entspreche Vorlage lag gestern auf dem Tisch des Verwaltungsausschusses. Wieweit sich das mit dem CDU-Antrag überschneidet oder ob der CDU-Antrag eine Ergänzung ist, weil hier nur ein Assistent gefordert wird, soll in der Sitzung geklärt werden.wm

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