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Junge Rintelner in der Region halten

Stadt Rinteln und BBS vereinbaren Kooperation Junge Rintelner in der Region halten

Kooperation zwischen den Berufsbildenden Schulen (BBS) und der Stadt Rinteln ist kein neues Phänomen. Man kennt, respektiert und unterstützt sich schon seit Jahren.

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Sie unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung zwischen BBS und Stadt Rinteln: Günter Potthast (Stellvertretender Schulleiter der BBS, von links), Herbert Habenicht (Schulleiter der BBS), Thomas Priemer (Bürgermeister) und Linda Mundhenke (Demografiebeauftragte).

Quelle: cm

RINTELN. Die Entscheidung, die gute Zusammenarbeit gerade jetzt mit einer Kooperationsvereinbarung zu bekräftigen, resultiert vor allem aus einer Erkenntnis: „Wir haben dasselbe Ziel. Uns liegt daran, junge Rintelner in der Region zu halten“, sagt Bürgermeister Thomas Priemer. „Und vor allem: Die Zeit drängt.“ Der demografische Wandel habe längst eingesetzt.

Während Schulleiter Herbert Habenicht angemessene Schülerzahlen braucht, um das vielseitige Bildungsangebot, das die BBS mit ihrem Standort Rinteln auszeichnet, aufrechterhalten zu können, sorgt sich Priemer allgemein über die Entwicklung von Bevölkerungszahlen und -struktur. Beide Themen sind untrennbar miteinander verbunden. Genügend Schüler gibt es nur, wenn die Einwohnerzahlen stabil bleiben und vor allem auch junge Familien dort eine Heimat finden.

Komplex und mit einem gewissen Hang ausgestattet, entweder in einen Teufelskreis oder eine Aufwärtsspirale zu führen, wird das Ganze, wenn man auch wirtschaftspolitische Aspekte in die Gedankenspiele mit einbezieht.

Schnittstelle für Arbeitssuchende und Arbeitgeber

Dann heißt das nämlich, dass zum einen junge Menschen Rinteln nur dann als Wohnort in Betracht ziehen, wenn sie dort auch Arbeit finden. Und zum anderen, dass der hiesige Standort für Firmen nur attraktiv ist, wenn es ausreichend qualifiziertes Personal in der Region gibt.

An dieser Schnittstelle, wo es gilt, Arbeitssuchende und Arbeitgeber möglichst passgenau zusammenzubringen, liegt der Schwerpunkt der gemeinsamen Bemühungen von Stadt und BBS. Spannend, dass sich die Verwaltung in dieser Vereinbarung sowohl in ihrer Verantwortung als politisch gestaltende Kraft als auch als großer Arbeitgeber, dem „Konzern Stadt Rinteln“, in die Pflicht nehmen lässt. Gerade von der Arbeitgeberwarte aus gesehen, sei man sich sicher, auch selbst von der Zusammenarbeit profitieren zu können, so Priemer.

Über weite Strecken ist die Vereinbarung erfreulich konkret formuliert. Zu jedem einzelnen Fachbereich der BBS sind mögliche praktische Beispiele der Zusammenarbeit aufgeführt. Für den Bereich Holz, Glas und Metall hat die Zukunft sogar schon begonnen.

Enge Verzahnung zwischen Schule und Stadt

Man baut derzeit an einer neuen Hütte für den Adventszauber, in der während der Vorweihnachtszeit wieder ein Dialog zwischen den Generationen stattfinden soll. Ein weiteres Beispiel verdeutlicht die Vielseitigkeit der möglichen Projekte. Für die Schüler im Fachbereich Informationstechnik wurde die Aufgabe erdacht, die „Rinteln App“ zu analysieren, zu bewerten und eventuell weiterzuentwickeln. Das Angebot eines Hospitationstages in den Abteilungen der Stadtverwaltung könnte sich speziell an Schüler des Wirtschaftsgymnasiums richten.

„Beim Fachbereich Sozialpädagogik ist die Verzahnung von Stadt und Schule traditionell besonders eng“, meinte Priemer. Schließlich würden die notwendigen Praktika sehr gern in den hiesigen Kitas absolviert. „Unsere Kitas genießen unter den Auszubildenden einen guten Ruf. Hier kümmert man sich intensiv um die Praktikanten“, sagte der Veraltungschef. Verstärkt solle auch darauf hingewiesen werden, dass Erzieher in Rinteln schon während der Ausbildung als Vertretungs- und Ergänzungskräfte auf Honorarbasis erste berufliche Erfahrungen sammeln könnten.

Wie gut für alle Beteiligten so ein Kennenlernen schon während der Ausbildung sei, erfahre er manchmal bei seinen regelmäßigen Treffen mit den Kita-Leitungen. „Die sprechen mich dann direkt an: ,Chef, wir haben da eine richtig fähige Schülerin. Lass dir die nicht durch die Lappen gehen.‘“

Außer um das Inhaltliche geht es in der Vereinbarung auch darum, verlässliche Strukturen für den Informationsfluss zwischen Schule und Stadtverwaltung aufzubauen. Nicht nur Treffen von Bürgermeister und Schulleiter sind dafür vorgesehen, es soll auch ein regelmäßiger Dialog auf Abteilungsleiter- (BBS) und Amtsleiterebene (Stadt) stattfinden, auch die Teilnahme einzelner Delegierter aus den Gesellschaften der Stadt Rinteln (wie Stadtwerke, Bäder, Baubetriebshof) ist fest eingeplant.

Die gesamte Koordination von Austausch, Projektentwicklung und -ausführung hat Linda Mundhenke, Rintelns Demografiebeauftragte, übernommen. cm

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