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K+S öffnet umstrittene Pipeline

Neuhof-Ellers / Salzabwässer K+S öffnet umstrittene Pipeline

Über Pipelines für Salzabwässer wird seit Jahren debattiert. Nun verkündet der Düngemittelhersteller K+S die Inbetriebnahme einer neuen Abwasserleitung zur Werra. Mit den Überlegungen zu Abwasserleitungen zur Nordsee oder an die Oberweser hat das allerdings nichts zu tun.

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Salzabwasser aus dem K+S-Werk Neuhof-Ellers wird nun durch eine Pipeline zur Werra geleitet.

Quelle: K+S

Neuhof-Ellers. Rund fünf Millionen Kubikmeter Salzabwasser aus der Kali-Produktion des Dax-Unternehmens K+S werden in diesem Jahr in Werra und Weser landen. Davon sollen fortan durchschnittlich 700000 Kubikmeter im Jahr durch eine neue Pipeline fließen. Sie führt 63 Kilometer durch Nordhessen. Vom Werk Neuhof-Ellers nach Philippsthal. Die Möglichkeiten, in Neuhof-Ellers Abwässer im Boden zu versenken, seien ausgeschöpft gewesen, sagt K+S-Sprecher Michael Wudonig. Also wurde die Salzlauge mit Lastwagen zur Werra gekarrt. Durchschnittlich 70 Lkw pro Tag hätten Anlieger ertragen müssen. Diese Fahrten würden nun „durch einen umweltverträglichen und dem Stand der Technik entsprechenden Transportweg ersetzt“, heißt es von K+S.

 Der Bau der neuen Rohrleitung hatte im Juli 2012 begonnen und wurde planmäßig nach rund 14-monatiger Bauzeit beendet. Es folgten Sicherheits- und Funktionsprüfungen und ein Probebetrieb mit Süßwasser. Die Baukosten gibt das Unternehmen mit rund 50 Millionen Euro an.

 Die Leitung durch Nordhessen ist umstritten: Umwelt- und Fischereiverbände und Kommunen hatten gegen die Einleitung geklagt. Im Juli hatte das Verwaltungsgericht Kassel eine Einleitgenehmigung des Regierungspräsidiums Kassel vorübergehend außer Kraft gesetzt. Das Gericht habe jedoch damals lediglich die Einleiterlaubnis der Neuhof-Abwässer im Werk Werra bei Heringen außer Kraft gesetzt, argumentiert K+S. Nun würden die Abwässer über die Einleitstelle des Standortes Hattorf in die Werra entsorgt – mit gültiger Einleiterlaubnis. Die Menge der Salzeinleitungen in den Weser-Quellfluss soll durch die neue Pipeline nicht steigen, betont K+S.  fh

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