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Karambolage mit abgemeldetem Auto

Rinteln / Prozess Karambolage mit abgemeldetem Auto

Eine nächtliche Karambolage mit seinem schon abgemeldeten Auto und das anschließende Verlassen der Unfallstelle kommen einen Rintelner teuer zu stehen: Wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort muss der 33-Jährige nun 3000 Euro Geldstrafe berappen.

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Rinteln. Außerdem entzog Richter Christian Rost dem Angeklagten die Fahrerlaubnis und verhängte eine Sperrfrist von noch fünf Monaten.

 Bei dem Vorfall touchierte der Mann beim Rückwärtsfahren von seinem Grundstück zunächst einen BMW, danach fuhr er die Mauer eines anderen Hauses um. Bei einem weiteren Grundstück beschädigte er den Gartenzaun. Dabei entstand ein Gesamtschaden von rund 10000 Euro.

 Der Fall: In einer Novembernacht vorigen Jahres fuhr der Rintelner gegen 3 Uhr mit seinem Auto, der bereits abgemeldet war, von seinem Grundstück. Nachbarn hörten zunächst ein Knacken, später ein weiteres Krachen. Bilanz des Unfalls: Ein beschädigter BMW-Kotflügel des Autos seines Nachbarn (Schaden: 1100 Euro), eine umgefahrene Mauer (5300 Euro) und ein demolierter Gartenzaun (3000 Euro) eines weiteren Grundstücks. Nachdem der Unfallverursacher kurz mit seinem Auto verschwunden war, kehrte er wieder an den Ort zurück.

 Eine Zeugin gab vor Gericht an, dass der Mann gelallt und nach Alkohol gerochen habe. Andere Zeugen konnten dazu keine Feststellungen treffen. Kurz nach dem Crash kam der Vater des 33-Jährigen zum Ort des Geschehens, auch die Polizei wurde informiert. Während man lange auf die Beamten wartete, ging der frierende und nervöse Angeklagte zur Wohnung des Vaters, die in der Nähe liegt. Schließlich kamen die Polizisten zum Unfallort und klingelten mehrfach an der Haustür des 33-Jährigen. Es wurde jedoch nicht geöffnet, es war auch kein Licht an. Knapp drei Monate nach dem Vorfall wurde dem Rintelner durch Beschluss des Amtsgerichts Bückeburg vorläufig die Fahrerlaubnis entzogen, weitere sechs Wochen später sein Führerschein sichergestellt.

 Vor Gericht äußerte sich der Angeklagte nicht zur Sache. Sein Verteidiger, Rechtsanwalt Volkmar Wissgott, plädierte auf Freispruch. Seiner Meinung nach waren alle nötigen Feststellungen zum Unfall ermöglicht worden. Demnach war klar, wer gefahren ist und mit welchem Auto. Rost folgte dagegen vollständig dem Antrag der Staatsanwaltschaft. maf

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