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Kein Geld mehr aus der Dorferneuerung?

Schaumburg / Ortsratssitzung Kein Geld mehr aus der Dorferneuerung?

„Die Stunde hätten sie sich sparen können“, raunte ein Bewohner im Publikum missmutig, während im Ortsrat noch die Diskussion um das Dorferneuerungsprogramm tobt. Tatsächlich wurde am Ende der anderthalb Stunden dauernden Sitzung nur sehr wenig beschlossen.

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Schaumburg. Antje Rinne und Heinrich Sasse (beide WGS) bombardierten Ortsbürgermeister Eckhard Hülm und Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz mit Fragen, Kritik und Vorschlägen, wie der auslaufende Förderzeitraum des Dorferneuerungsprogramms optimal genutzt werden könne.

 „Es gibt kein Geld mehr – aber noch offene Anträge über eine Million Euro“, erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Kleine Maßnahmen hätten eventuell die Chance, durch frei werdendes Geld doch noch gefördert zu werden. Daher sei die Sanierung der Straße Alte Schule beantragt worden, um den Dorfkern um die Deckberger Kirche zu vollenden. Jetzt neue Anträge zu stellen, habe keinen Sinn.

 „Natürlich ist die Arbeit, die in Deckbergen bisher gemacht wurde, toll“, betonte Sasse, „aber jetzt wo das Programm ausläuft, müssen doch auch Schaumburg und Westendorf etwas abbekommen.“ Buchholz bemühte sich, zu erklären, wieso es unnötig sei, die Behörden mit Anträgen zu überhäufen. Dadurch erhöhe sich nicht die Wahrscheinlichkeit, dass gefördert werde. Aber wenn der Ortsrat sich für einen anderen Förderungsantrag entscheide, sei ihm das auch Recht. „Ich bin da emotionslos“, betonte Buchholz, der aber auch darauf verwies. „Wir führen hier eine sehr theoretische Diskussion.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass aus dem leeren Fördertopf doch noch Geld fließe, sei generell gering. Bisher sei Rinteln bei der Vergabe jedenfalls fair behandelt worden.

 2014 beginne ein neuer Förderzeitraum, der allerdings nur mit der Hälfte des Geldes ausgerüstet sei, dessen Verteilung ebenfalls noch unklar sei. Jetzt schon Anträge zu stellen, sei daher nicht sinnvoll. Letztlich beschloss der Ortsrat einen Kompromiss. Für den Fall, dass die Sanierung der Straßen Alte Schule oder Bauernbrink bewilligt werde, solle die Verwaltung weitere Anträge stellen.

 Ein konstruktiver neuer Vorschlag kam am Ende von einem Anwohner. Könne man nicht eine größere Maßnahme wie die Sanierung des Feuerwehrhauses in Westendorf aufteilen und so die Chance erhöhen, noch Geld zu bekommen? Statt Dach- und Torsanierung beim Feuerwehrhaus nur das Tor vorsehen, denn das Dach sei mittlerweile in Eigenleistung bereits mit Teer gekittet worden? Ortsbürgermeister Hülm sicherte zu, dass man sich mit der Feuerwehr diesbezüglich in Verbindung setzen wolle.

 Außerdem wurde auf Anraten eines Anwohners in der Einwohnerfragestunde zugesagt, die Verkehrsbetriebe abermals darauf hinzuweisen, im Ortsgebiet nicht so zu rasen. „Ich mache mir Sorgen um die Kinder, die purzeln im Bus doch durch die Gegend.“  jak

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