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Kein U-Boot im Kanal

Kamerafahrt ins Dunkel Kein U-Boot im Kanal

Große Schäden am Schmutzwasserkanal unter der Drift in Rinteln hat die ausführende Firma am Mittwoch nicht festgestellt. „Die hätte man uns sofort gemeldet“, sagte Grit Seemann, Technische Leiterin des Abwasserbetriebs, am Nachmittag.

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Die Spezialkamera auf Rädern (hier im Regenwasserkanal) konnte auch den Schmutzwasserkanal am Mittwoch trocken befahren.

Quelle: jan

Rinteln. Tags zuvor war der Regenwasserkanal der Drift per Spezialkamera untersucht worden (wir berichteten).

Die Firma habe die Kontrollarbeiten abgeschlossen und werde das gewonnene Bildmaterial nun sorgfältig auswerten. Mit detaillierten Ergebnissen rechnet Seemann in drei bis vier Wochen.

Um die Kamera in dem rund 500 Meter langen Schmutzwasserkanal Bilder machen lassen zu können, musste nach Auskunft von Seemann dafür gesorgt werden, dass das Kanalrohr, das normalerweise ständig zur Hälfte mit Schmutzwasser gefüllt ist, zeitweise trocken war, denn als U-Boot eignet sich das teure Gerät nicht. Um das zu erreichen, wurde am Mittwoch ab 8 Uhr das Pumpwerk am Seetor abgestellt. Dies werde im laufenden Betrieb mit Schmutzwasser aus Volksen, Krankenhagen, aus dem Industriegebiet Süd und vom Pumpwerk in Exten gespeist, sagte die Leiterin des Abwasserbetriebs.

Ab 15 Uhr wurde die Abschaltung wiederholt. Der Stand des sich während der Abschaltung aufstauenden Schmutzwassers lässt sich am Hauptrechner der städtischen Kläranlage beobachten. Sammelt sich vor dem abgeschalteten Pumpwerk zu viel Wasser, muss die Abschalt-Phase unterbrochen werden. „Wir hatten Glück, dass durch die Urlaubszeit relativ wenig Schmutzwasser während der Kamerafahrten anfiel“, so Seemann. Dadurch fielen die „Trockenphasen“ lang aus.

Die Untersuchung der Kanalisation unter der Drift, zusätzlich zum regelmäßigen Kontrollturnus, wurde wegen der bevorstehenden Straßensanierung in Auftrag gegeben. jan

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