Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Keine Abi-Nachprüfungen

Gymnasium Ernestinum Keine Abi-Nachprüfungen

Bei der feierlichen Zeugnisübergabe im Gymnasium Ernestinum ist ein Raunen durch die Menge gegangen: Alle Abiturienten haben bestanden. Von 93 Schülern erreichten 23 eine Endnote mit einer Eins vor dem Komma, drei sogar eine 1,0.

Voriger Artikel
Zustellerin hilft einem Bewusstlosen
Nächster Artikel
Gute Planung ist alles

Ausgezeichnet: die Jahrgangsbesten und besonders Engagierten unter den Abiturienten. Die Wasser-Pumpgun war eigentlich Teil des Abistreichs – Lara Toepler (links) bekam sie bei der Feier von Schulleiter Reinhold Lüthen zurück. Fotos: tol

Rinteln. Der Jahrgangsdurchschnitt beträgt 2,52. Nicht einer musste in die Nachprüfung. „Das habe ich noch nicht erlebt“, sagte Schuldirektor Reinhold Lüthen.

Die Abschiedsfeier in der Aula war zumindest in den Ansprachen der Vertreter offizieller Stellen von ernsten Tönen geprägt. Viele Menschen würden sich in diesen Zeiten eine starke Führung oder einfache Antworten wünschen – „doch hier sind Sie gefragt: Stehen Sie ein für ein freies und friedliches Europa“, appellierte Lüthen an den Jahrgang.

„Nicht alle Menschen haben die Chance auf ein friedliches Aufwachsen – Sie schon, und Sie haben diese Chance genutzt“, betonte Auetals Bürgermeister Heinz Kraschewski – 15 Auetaler befinden sich unter den Absolventen. Rintelns Bürgermeister Thomas Priemer erinnerte die jungen Erwachsenen daran, den Beginn ihres neuen Lebensabschnitts nicht zu „verschlafen“ und ihn „mit ganzem Herzen und wachem Verstand“ zu beginnen.

Für größere Lockerheit sorgte die Abschlussrede von Maurice Dellin und Hendrik Schildmann: Sie verglichen ihre Zeit am Ernestinum mit einem Häuserbau: Dies sei die „letzte, spannende Bauphase“, in der sie zu einer „großen Gruppe“ zusammengewachsen seien und „die Fahne des Abiturs“ als finales Puzzlestück schwenken würden. Es gebe 93 Häuser, die unterschiedlich aussehen; „doch wir sind mindestens an einem Punkt gleich: Wir schauen über den Horizont und fragen uns: Wo geht die Reise hin?“ Es folgte eine beeindruckende Liste mit Zielen, die für manche Abiturienten schon feststehen. „Auch wenn zwischen Kopenhagen und Kapstadt 10000 Kilometer liegen“, man werde sich vielleicht mal aus den Augen verlieren, „aber nicht aus dem Sinn“.

 

„Ihr Jahrgang wird mir in Erinnerung bleiben“, so Lüthen. Er habe sich stark engagiert und zum Beispiel auch in den Abi-Kulturabend viel Zeit investiert. „Dass wir eine so gute Schule sind, haben wir auch Ihnen zu verdanken“, so Lüthen.

Musikalisch wurde die Feier wie immer exzellent durch die Bigband sowie vom Abi-Chor 2017 umrahmt.

Maurice Dellin schafft die 1,0

Auszeichnungen:

Jahrgangsbester mit Notendurchschnitt 1,0, zudem Bester in Mathematik und Geschichte: Maurice Dellin. Für Sport, Religion und Chemie, Durchschnitt 1,0: Lisa Richter. Spanisch, Durchschnitt 1,0: Hendrik Schildmann. Erdkunde und Bus-Scout: Juliane Weber. Bus-Scout: Elena Blaue. Physik: Justin Cott. Englisch: Joshua Schölzel. Deutsch: Vicky Flentge. Latein: Leonie Kupper. Informatik: Sören Mohwinkel. Philosophie: Vanessa Schinner. Kunst: Lara Toepler. Biologie: Sabrina Lang. Politik: Hannes Wiemer. Musik: Clara Requardt. Französisch: Michelle Harder. Für besonderes soziales Engagement und technische Unterstützung: Felix Edling.

mld

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr