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Keine Oberstufe an der IGS

Schul-Kooperation Keine Oberstufe an der IGS

„ROK“ steht für Rintelner Oberstufen-Kooperation. Das neue Projekt dahinter ist die enge Zusammenarbeit der drei Rintelner Schulen, die im Bereich der Oberstufe tätig sind: der Berufsbildenden Schulen (BBS), der IGS Hildburgschule und des Gymnasiums Ernestinum.

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Reinhold Lüthen (von links), Herbert Habenicht und Torsten Rudolf wollen künftig noch enger zusammenarbeiten.

Quelle: la

Rinteln. „Wir wollen die bereits seit Jahren bestehende gute Zusammenarbeit noch weiter vertiefen, und zwar zum Wohle der Schüler“, erklärten die drei Schulleiter unisono.

Zurzeit existieren zwei gymnasiale Oberstufen im Einzugsbereich der Weserstadt, die des Ernestinums und der BBS. Mit dem Schuljahr 2020/2021 erreichen die Schüler der IGS Rinteln die Klasse 11 und können, soweit sie die Voraussetzungen erfüllen, in die gymnasiale Oberstufe eintreten.

„Es ist zu erwarten, dass die Anzahl der IGS-Schüler – derzeit sind es 54 – nicht für eine dritte Oberstufe in Rinteln ausreichen wird“, so IGS-Schulleiter Torsten Rudolf. Daher haben sich die drei Schulleiter, gemeinsam mit dem Landkreis Schaumburg, für den Fortbestand der zwei gymnasialen Oberstufen entschieden und für eine intensivere Kooperation.

„Unseren Schülern werden zwei Wege zum Abitur geboten“, erklärte BBS-Leiter Herbert Habenicht. „Die gut funktionierenden Strukturen sollen beibehalten, aber die Zusammenarbeit verstärkt werden.“

Alle Wege zum Abitur offen

Künftig stehen den Schülern ab Klasse 5 aus Rinteln, aber auch denen von der IGS Obernkirchen, alle Wege zum Abitur offen, wobei sie unabhängig von der gewählten Schulform von vertrauten Lehrkräften bis Klasse 13 begleitet werden. Eine Oberstufe an der IGS in Rinteln ist damit nicht nötig, da sind sich alle Beteiligten einig.

Im Klartext heißt das, dass Schüler ab Klasse 5 bis zum Abitur das klassische Gymnasium oder die BBS mit Schwerpunkt auf einem berufsbezogenen Fach wie Technik, Pflege oder Wirtschaft und Verwaltung besuchen können. Es bleibt aber auch die Möglichkeit, zunächst bis Klasse 11 die IGS zu besuchen, um später zu entscheiden, ob der Weg zum Abitur über die Oberstufe am Ernestinum oder die BBS führt.

Die Schüler und Erziehungsberechtigten sollen dazu künftig noch besser über die Möglichkeiten an den beiden Oberstufen informiert werden, um ihnen die Entscheidung zu erleichtern. An allen drei Schulen werden dafür Beratungsteams zur Verfügung stehen, die bereits in Klasse neun informieren.

„Eine intensive Beratung ist geplant. Wichtig ist, immer den besten Weg für den jeweiligen Schüler zu finden“, sagte Reinhold Lüthen vom Ernestinum. Nicht immer sei der klassische Weg zum Abitur der richtige. „Für manche Schüler ist der Weg über die IGS besser“, weiß der Gymnasialleiter, und für manche sei eine berufsnahe Beschulung sinnvoller.

Inhalte verbessern und Lehrkräfte austauschen

„Um den Schülern der IGS den Übergang zu erleichtern, ihn noch harmonischer zu gestalten, werden wir künftig Inhalte verbessern und Lehrkräfte austauschen“, so Habenicht.

„Abgestimmte methodische Verfahren, auch gemeinsame Lehrerfortbildungen, sollen gewährleisten, dass der Übergang in die Oberstufe möglichst reibungslos verläuft“, so Lüthen. Der Austausch der Lehrkräfte solle die Angebotsvielfalt sichern, erweitern und besonders den IGS-Lehrkräften den Unterricht an beiden gymnasialen Oberstufen ermöglichen. „Darauf freuen sich die IGS-Lehrer schon, denn das sind alles Gymnasiallehrer“, sagte Rudolf.

Der Landkreis als Schulträger und die Landesschulbehörde unterstützen das Projekt. „Eine Verzahnung ist gut und wichtig und mit Blick auf das Zentralabitur können die Schüler von einer Zusammenarbeit der Oberstufen nur profitieren“, so Kreisrätin Katharina Augath.

„Ein Übergang von der IGS zum Gymnasium ist schon jetzt jederzeit möglich. Aber es soll künftig noch einfacher werden“, schloss Lüthen. la

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