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Keine Panik – Udo Lindenberg malt für Rinteln

Rinteln / Projekt Keine Panik – Udo Lindenberg malt für Rinteln

Eigentlich sollte das Konzert des Niedersächsischen Polizeiorchesters, das heute Abend um 19 Uhr bei freiem Eintritt im Gymnasium Ernestinum beginnt, der Höhepunkt des Projekts „Rinteln – eine tolerante Stadt!?“ sein.

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Der Erste Stadtrat Jörg Schröder, Polizeichef Wilfried Korte und Kripochef Jörg Stuchlik zeigen das Bild, das Udo Lindenberg gemalt hat. Heute Abend wird es beim Konzert des Niedersächsischen Polizeiorchesters, bei dem auch Spenden gesammelt werden, zu se

Quelle: jaj

Rinteln (jaj). Gestern präsentierten die Polizei und der Präventionsrat als Initiatoren aber noch eine faustdicke Überraschung: Kein Geringerer als die Rock-Legende Udo Lindenberg hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Und der Musiker mit ständigem Wohnsitz im Hamburger Hotel „Atlantic“ ließ seiner Zusage auch gleich Taten folgen: Er schickte ein eigens angefertigtes Bild in die Weserstadt, das der Präventionsrat nun zugunsten des Projekts versteigern will.

 Schon im September hatten die Organisatoren erstmals Kontakt mit dem Musiker aufgenommen, damals wollten sie ihn dafür gewinnen, dass er ein Video beisteuert, in dem er die Wichtigkeit des Projekts betont. „Udo Lindenberg ist ein bekannter Kämpfer für Demokratie und Toleranz, das passt ideal“, erklärt Wilfried Korte, Rintelns Polizeichef und Mitglied des Präventionsrats.

 Doch wie nimmt man Kontakt zu einem Superstar auf? „Wir haben einfach im Hotel ,Atlantic‘ angerufen“, erzählt Korte. Bei einem ersten Anruf erhielten sie die Faxnummer von Lindenberg, ein zweiter Anruf zwei Wochen später zog schließlich die E-Mail seiner Managerin nach sich. Zunächst erhielten die Rintelner keine Nachricht des Musikers, doch sie ließen nicht locker. „Irgendwann stand fest: Entweder wir bekommen eine Anzeige wegen Stalking, oder er macht mit“, erinnert sich Kripo-Chef Jörg Stuchlik. Die Anzeige kam nicht, dafür aber eines Nachts die lang ersehnte E-Mail. Was folgte, war eine längere – vonseiten des Musikers meist nächtliche – Korrespondenz, in der der Polizeichef und der Rockmusiker einen Termin für den Videodreh suchten.

 „Wir waren auf Abruf bereit“, erinnert sich auch Jörg Schröder, Erster Stadtrat und ebenfalls Mitglied im Präventionsrat. „Hätte Udo gesagt, heute passt es, wären wir losgefahren. Ganz egal zu welcher Zeit.“ Ein eigens angesetzter Eierlikör – Gerüchten zufolge ein heiß geliebtes Getränk des Musikers – mit dem die Rintelner dem Musiker für sein Engagement danken wollten, stand schon bereit.

 Aber es kam anders. Lindenberg hatte einfach zu viele Termine, wie er Korte in einer E-Mail bedauernd mitteilte. Doch der Musiker sagte nicht einfach ab, er bot einen Ersatz: ein eigens für Rinteln gemaltes Bild, das er ins Polizeikommissariat der Weserstadt schickte.

 Dieses Bild soll nun zugunsten des Jugendprojekts „Rinteln – eine tolerante Stadt!?“ versteigert werden. Heute Abend wird es während des Konzerts im Ernestinum der Öffentlichkeit präsentiert. „Da können sich alle schon einmal überlegen, was sie bieten möchten“, rät Schröder. Gebote nimmt der Präventionsrat Rinteln unter der Mailadresse Praeventionsrat@rinteln.de entgegen, das Mindestgebot liegt bei 200 Euro. Kommende Woche wird zudem noch ein Button auf der Homepage der Stadt installiert, über den Besucher sowohl über den Erfolg des heutigen Konzerts, bei dem alle Spenden als Preisgeld dem projektzugehörigen Schülerwettbewerb zugute kommen, als auch über den Höchstbetrag und den Höchstbietenden für das Lindenberg-Bild informiert werden. „Je nachdem, wie viel Geld zusammenkommt, entscheiden wir, wie wir es verwenden“, sagt Korte. „Auf jeden Fall aber für ein Jugend-Präventionsprojekt.“

 Den Wunsch nach einem Video mit dem Star haben die Rintelner aber nach wie vor. „Vielleicht schaffen wir es bis zur Präsentation des Schülerwettbewerbs im März“, hofft Schröder. Zunächst wollen sie Lindenberg aber etwas Ruhe gönnen. „Dann fragen wir noch mal.“

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