Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
„Keine Parteien wählen“

Rinteln / Wahl „Keine Parteien wählen“

Als Einzelkandidat für den Stadtrat Rinteln und den Kreistag tritt Heinz Josef Weich an. Der Lehrer aus Rinteln fordert die Wahlberechtigten auf: „Keine Parteien wählen! Seit vielen Jahren haben wir auch bei Kommunalwahlen immer Parteien gewählt. Danach hatten wir dann ein Wahlergebnis, das wir gar nicht wollten. Mancher geht darum nicht mehr zur Wahl. Das kann man ändern. Wählen wir Personen und keine Parteien!“

Rinteln (dil). Weich hat zwar vor Jahren den Ortsverband Rinteln der Linken mit gegründet, sich aber mit dem Kreisvorstand überworfen. „Mir passt da die ganze Richtung nicht mehr.“ Der Kreisvorstand wollte ihn aber auch nicht auf seinen Listen haben. Ausgetreten ist Weich nicht, koalieren will er mit den Linken aber auf keinen Fall, wenn er und seine ehemaligen Freunde gewählt werden.

Folgende Schwerpunkte nennt Weich für seine Arbeit, wenn er Mitglied des Rats würde:

1. In Rinteln muss es sozial gerecht zugehen. Solidarität und Hilfsbereitschaft sind notwendig. Dabei muss die Stadt ihre Anstrengungen verstärken, um Armut zu bekämpfen.

2. Für Handwerk und Gewerbe braucht Rinteln bessere Bedingungen, besonders in der Altstadt. Alle Vorhaben, die dem nicht entsprechen, müssen unterbleiben beziehungsweise rückgängig gemacht werden.

3. Benötigt werden kostenlose Lernhilfen für alle Schüler, besonders für Gymnasiasten, um ihre Berufs- und Studien-Chancen zu erhöhen.

4. Die bestehenden Verkehrsprobleme müssen in den nächsten Jahren gelöst werden. Das gilt für die Altstadt ebenso wie für den Bahnübergang zur Nordstadt. Schranken sind nicht nötig.

5. Wie kann man die Gesundheitsversorgung für Rinteln in der Zukunft sichern? Weich will sich dafür einsetzen, dass die Bürger aus Rinteln und 18 Ortsteilen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arzt, zum Krankenhaus und zu Ämtern gelangen.

6. Die Landkreisreform wird früher oder später kommen. Darauf muss sich Rinteln vorbereiten.

7. Für Rinteln steht der Energiewandel bevor. Dazu muss gehören, dass die Stadtwerke aufhören, Atomstrom zu verkaufen. Stattdessen sollte man im Stadtgebiet alternative Energien für die Bürger erschließen.

8. Der Denkmalschutz liegt mir besonders am Herzen. Ich trete dafür ein, dass der Verschönerungsverein und der Denkmalschutzverein jeweils eine Stimme im Bauausschuss erhalten werden. Weiterhin muss im Bauamt ein Mitarbeiter für Denkmalschutz verantwortlich sein. Bausünden, wie man sie in unserer Stadt sehen kann, dürfen sich nicht wiederholen.

9. Ich möchte einen Schülerwettbewerb ausloben für die Lösung des Problems der Entwicklung einer Bedachung mit alternativer Energiegewinnung von denkmalgeschützten Häusern. Das könnte eine Chance sein zur Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr