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Keine weiteren Opfer gemeldet

Missbrauch vor 50 Jahren Keine weiteren Opfer gemeldet

Kontrovers ist der SN-Bericht über einen sexuellen Missbrauch vor 50 Jahren in Rinteln diskutiert worden: Während viele die sehr offene Aufarbeitung des Kirchenkreises lobten, kritisierten andere die öffentliche Zurschaustellung und die Nennung des Namens des beschuldigten Superintendenten.

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Quelle: Foto:tol

Rinteln. Der mittlerweile verstorbene Mann habe keine Chance, sollte er fälschlich beschuldigt worden sein, seinen Namen wieder reinzuwaschen.

 Grund für den Schritt an die Öffentlichkeit, erklärt Superintendent Andreas Kühne-Glaser auf Anfrage erneut, sei die Annahme, dass es nicht nur ein Opfer gebe. „Die ganze Art und Weise, wie dieser Missbrauch inszeniert worden ist, deutet darauf hin. Das ist keine Spontanidee gewesen. Da liegt eine Grunddisposition vor, die nicht am nächsten Tag vorbei ist. Das kann sehr wohl dazu führen, dass sich das noch mal gezeigt hat.“ An der Glaubwürdigkeit des Opfers und seiner Aussage bestehe kein Zweifel. „Ich glaube nicht, dass wir damit verantwortungslos umgegangen sind, sondern das Richtige getan haben.“ Gleichwohl habe man sich die Entscheidung auf keinen Fall leicht gemacht.

 Er habe zwischen fünf und zehn Rückmeldungen von früheren Konfirmanden bekommen. Darunter sei aber kein weiteres Opfer des ehemaligen Superintendenten Kurt Eckels, der von 1965 bis 1976 Konfirmanden betreut hatte. Das bedeute aber nicht, dass es keine weiteren Fälle gegeben habe. Aus diversen Beweggründen könnten Opfer sich nicht gemeldet haben oder es vielleicht erst nach Monaten tun. Aus der Kirchengemeinde habe es ebenfalls viele Rückmeldungen gegeben. Die meisten hätten ihre Zustimmung zu der transparenten Vorgehensweise des Kirchenkreises signalisiert, so Kühne-Glaser.  jak

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