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Kinder bei Streit am Doktorsee verletzt

Rinteln/Bückeburg Kinder bei Streit am Doktorsee verletzt

Ein Strafprozess um zwei verletzte Kinder am Doktorsee wird zurzeit vor dem Bückeburger Landgericht neu aufgerollt. Auf der Anklagebank sitzt erneut ein Auszubildender (20), dem die Staatsanwaltschaft anlastet, zwei elf und 13 Jahre alte Brüder durch Faustschläge ins Gesicht verletzt zu haben.

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Rinteln/Bückeburg. Dabei erlitten die Schüler ein blaues Auge beziehungsweise eine Platzwunde an der Lippe.

In einem ersten Verfahren zu diesen Vorfällen wurde der Azubi im Juli 2015 vom Amtsgericht Rinteln freigesprochen. Der Vorsitzende Richter war sich damals nach zwei Verhandlungstagen nicht ganz sicher, ob es der Angeklagte war, der die Kinder geschlagen hatte. Mit diesem Urteil war die Staatsanwaltschaft nicht einverstanden: Sie hielt den jungen Mann für identifiziert und legte deshalb Berufung ein.

Der Prozess geht also in die nächste Runde, wobei sich jetzt die Kammer unter Vorsitz von Richterin Eike Höcker mit den Geschehnissen an einem Sommerabend des Jahres 2014 auf dem Doktorseegelände befassen muss. Dort hielt sich der Angeklagte mit mehreren Bekannten auf und wollte in seinen Geburtstag hineinfeiern. Es wurde reichlich Alkohol getrunken und immer wieder die Schranke geöffnet und geschlossen.

Dann kamen die Brüder vom Angeln und fuhren mit ihren Rädern auf das Doktorseegelände. Sie wurden aufgefordert, stehen zu bleiben und ihren Angelschein vorzuzeigen. Nach dieser Provokation kam es zu Diskussionen, ehe der Elfjährige mit seinem Fahrrad festgehalten wurde. Als sein Bruder bat, ihn loszulassen, erhielt der 13-Jährige einen Faustschlag ins Gesicht. Vor Gericht war er sich „ganz sicher“, dass es der Angeklagte war, der zugelangt hatte.

Knapp zwei Stunden später trafen die Schüler noch einmal am Strand auf eine etwa zehnköpfige Gruppe von jungen Leuten. Diesmal war der jüngere Bruder das Opfer. Während er vor dem Amtsgericht nicht sagen konnte, wer ihn damals geschlagen hatte, identifizierte er jetzt den Angeklagten als Täter. Dieser bestritt die Vorwürfe. Bei der ersten Situation sprach er nur von einem Wortgefecht und einer Schubserei. Beim zweiten Aufeinandertreffen sei er am Arm festgehalten worden und habe sich deshalb losgerissen. Im Übrigen beteuerte der 20-Jährige, er hätte nichts machen können, weil seine rechte Hand aufgrund eines Unfalls mehrfach gebrochen war. In der linken Hand will er eine Bierflasche gehabt haben. Der Prozess wird am 2. Februar fortgesetzt. maf

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