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Kinder meistern Erwachsenen-Stück

Till-Eulenspiegel-Musical-Projekt Kinder meistern Erwachsenen-Stück

„Ich bin gespannt, wie es klingen wird“, hat sich Anke Tautenhahn, Leiterin des Till-Eulenspiegel-Musical-Projektes, gesorgt.

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Viele Kinder zeichnen sich nicht nur durch Textsicherheit aus, sondern auch durch ausgeprägte Mimik, Gestik und verbale Ausdruckskraft.

Quelle: cm

Rinteln. „Die Jakobi-Kirche hat einen Nachhall von sechs Sekunden. Unsere zwei ersten Vorstellungen haben in der Aula der Langenholzhausener Schule im Kalletal stattgefunden. Mit einem Nachhall von null. Das ist auch nicht toll. Aber sechs Sekunden, das ist eigentlich schon zu viel.“

 Doch Tautenhahn hätte sich keine Sorgen machen müssen. Das Musical in der Fassung von Ralf Israel, aufgeführt von den Kindern des Streichorchesters der Kreisjugendmusikschule und des Flötenorchesters „Flinke Finger“ aus dem Kalletal, wurde ein voller Erfolg.

 Dabei hatten sich die Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren einiges vorgenommen. Zum einen, so betonte Tautenhahn, sei diese Fassung für erwachsene Musiker geschrieben. Eine anspruchsvolle Aufgabe also. Zum anderen wurde den jungen Künstlern durch den Aufbau der Szenen einige Flexibilität abverlangt. Es wechselten musikalische Darbietungen, in denen der Erzählstrang in Liedform weitergeführt wurde, mit gesprochenen Szenen. So mussten die Kinder einmal davon flitzen und Notenständer und Instrumente für den musikalischen Teil holen, um kurz darauf die Bühne für die schauspielerische Szene freizumachen und – selbst präpariert und kostümiert in die nächste Rolle – zu schlüpfen. Dies alles klappte wie geschmiert, und in der Zuhörerschaft kam keine Minute Unruhe auf.

 Dass die Kinder ihre Instrumente beherrschen würden, hatte man vielleicht schon vorher geahnt, obwohl es doch immer wieder Anlass zum Staunen gibt, wenn man die Allerjüngsten an ihren Instrumenten beobachtet. Aber dass da so viel schauspielerische Talente zum Vorschein kommen würden, das war eine Überraschung. Alle Mitwirkenden fielen durch große Textsicherheit auf, einige der jungen Schauspieler glänzten zudem durch ausgeprägte Mimik, Gestik und Betonung. Sie brachten echte Lebendigkeit in das Stück.

 Viel Arbeit sei nötig gewesen, um diese Aufführung zu ermöglichen, berichtete Projektleiterin Tautenhahn. Das bestätigte auch Katharina Rundtfeld, die die musikalische Leitung innehatte. „Ein Jahr hat die Vorbereitung gedauert, und die Kinder und Jugendlichen haben manches Wochenende für die Proben geopfert.“ Und ohne die tatkräftige Hilfe von Elternseite wäre die ganze Arbeit auch nicht machbar gewesen, lobte sie ihre Unterstützer. Dass sich die Mühen gelohnt hatten, zeigte der begeisterte Applaus des Publikums. Ab und zu die Ergebnisse des Übens und Lernens zu präsentieren, tut allen, auch den jungen, Künstlern gut. cm

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