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Kinderbetreuung wird immer teurer

4,557 Millionen Euro Kinderbetreuung wird immer teurer

Die Kinderbetreuung ist inzwischen einer der größten Posten im Haushalt der Stadt Rinteln: 4,557 Millionen Euro für städtische Kitas und 1,6 Millionen für kirchliche Träger summieren sich auf 6,157 Millionen.

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 Die Ausstattung in der 2013 eröffneten Krippe in Exten ist gerade durch eine Wippe (vorn) und eine Spielküche (rechts) verbessert worden. Das freut Erzieherin Sina Timm (von links), Praktikantin Milena Meier, FSJ-lerin Franziska Schumacher und Erzieherin Tanja Falkmeier.dil

Quelle: dil

Rinteln. Dem stehen trotz Gebührenerhöhung nur 1,644 Millionen Euro an Einnahmen gegenüber. Die Einrichtung einer weiteren Hortgruppe mit zehn Plätzen in der Kita „Klabauternest“ sorgt noch einmal für 30700 Euro Mehrkosten. Aufwendungen für Inklusion kommen hinzu. Kein Wunder, dass nach der Sitzung am Dienstag der Ausschuss für Soziales, Jugend, Frauen und Integration am Dienstag, 9. Juni, schon wieder zusammenkommen soll – erneut zum Thema Kitas, deren Zukunft und Kosten.

 Bürgermeister Thomas Priemer kündigte diese außerordentliche Sitzung jetzt dem Ausschuss im Rathaus an. Am 9. Juni werde es um einen Erfahrungsbericht zur letzten Gebührenerhöhung für Kitas gehen. Auch die Vergütung pädagogischer Fachkräfte in Kitas, für die es Ende 2014 wegen geringerer Bezahlung als anderenorts kaum geeignete Bewerbungen bei der Stadt gab, ist Thema. Hinzu kommt der dicke Brocken „An-, Um- oder Neubau der Kita Steinbergen“, eine Investition zwischen 300000 und mehr als einer Million Euro, teilfinanziert durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer (etwa eine Million Euro).

 Der Ausschuss nahm jetzt die aktuelle Lage und Entwicklungsplanung für die Kitas der Stadt zur Kenntnis. Trend: zu wenige Plätze für Kinder unter drei Jahre, zu viel für die bis sechs Jahre. Aber alle Anfragenden bekamen bisher zuletzt alle einen Platz, nur nicht immer da, wo sie es sich wünschen – möglichst nah am Wohnort.

Vorsorgungsgrad für Ein- bis Zweijährige:

 Zum 1. September 2015 werden in Rinteln 402 Kinder einen Anspruch auf einen Krippenplatz, einen altersübergreifenden Platz in einer Kita oder einen Platz bei einer Tagesmutter haben. In reinen Krippen und altersübergreifenden Krippen stehen 173 Plätze zur Verfügung (Versorgungsgraf 43 Prozent). 13 Tagesmütter bieten zusätzlich 43 Plätze, was den Versorgungsgrad auf 53,7 Prozent erhöht. Ein weiterer Kurs „Qualifikation Kindertagespflege“ läuft derzeit mit 17 Kräften im Familienzentrum, sodass ab Oktober weitere Tagespflegekräfte zur Verfügung stehen.

 Vorsorgungsgrad für Drei- bis Sechsjährige:

 Für 561 Kinder (Stand 13. März) gibt es im kommenden Kita-Jahr 742 Plätze, also einen Versorgungsgrad von 132,3 Prozent. Dadurch können Kinder aufgenommen werden, die im laufenden Kita-Jahr das dritte Lebensjahr vollenden und aus der Krippe in die Kita aufrücken. Das bietet wieder Nachrückerchancen für die Krippen. Die Integration von behinderten Kindern reduziert die Platzzahl jeweils wieder pro Kind um einen Platz. Die Anzahl der Drei- bis Sechsjährigen steigt außerdem in den nächsten Jahren. Da ist es gut, Reserve bei den Plätzen zu haben.

Hortbereich:

 Für 72 Kinder der 1. bis 4. Grundschulklasse ist eine durchgehende Betreuung gesichert: Die Kita „Klabauternest“ in Rinteln Nord bietet 40 Plätze, die Kita „Zum Gänseblümchen“ in Engern zehn Hortplätze plus vier Plätze altersübergreifend sowie der Kinderschutzbund in Rinteln Mitte/Süd 18 Plätze.

Planungen für Kita-Jahr 2015/2016:

 Für den Hort der Kita „Klabauternest“ liegen zum September 15 Anmeldungen vor. Von den 40 genehmigten Hortplätzen werden nur sechs durch Schulabhänger frei. Daher wird der Hort zu Beginn des Kita-Jahres 2015/2016 um eine halbe Gruppe (zehn Plätze) erweitert. Mittelfristig wird darauf hingearbeitet, dass die Nachmittagsbetreuung der Grundschulkinder – dem Beispiel in Exten folgend – von der Schule in Form des heutigen betreuten Ganztagsangebotes übernommen wird.

 In der Kita „MinniMax“ in Exten wird ab September die Möglichkeit geschaffen, eine Einzelintegration durchzuführen. Das setzt die Zahl der maximal aufzunehmenden Kinder von 25 auf 20 Plätze herab. Eine weitere Gruppe wird zu einer altersübergreifenden Gruppe für U3-Kinder. Die Platzzahl sinkt dabei von 25 auf 20.

Prognose:

 Bei den Ein- bis Zweijährigen gibt es in diesem Jahr 402 Kinder, für 2016/2017 sind es mit Stand 13. März nur 294. Hinzu kommen noch die bis August 2015 geborenen Kinder. Bei den Drei- bis Sechsjährigen sinkt die Zahl von derzeit 576 im Kita-Jahr 2015/2016 auf 561 Kinder, um dann wieder auf 575 in 2016/2017 und 591 in 2017/2018 zu steigen. Erfreulich, aber das wird die Betreuung noch teurer machen.

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