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Kindergartenkinder ziehen in den Wald

Rinteln / "Quattro Waldzone" Kindergartenkinder ziehen in den Wald

Für die Kinder des Kindergartens Steinbergen geht es künftig in den Wald. Zumindest für diejenigen, die im nächsten Jahr eingeschult werden, und zumindest zeitweise. Denn mit Sozialpädagoge Heiko Schuiling von der Sozialagentur Cluster gibt es jetzt jemanden, der weiß, was Kinder von Wald und Natur alles lernen können. Das Motto des Projekts lautet „Quattro Waldzone“: „Das ist zwar abgeleitet von der Pizza, meint aber die vier Jahreszeiten“, in denen die Kinder für jeweils eine Woche den Wald – und dabei auch sich selbst – kennenlernen sollen, erklärte Schuiling auf einem Info-Elternabend am vergangenen Donnerstag im Gemeindehaus in Steinbergen.

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Wald erleben und dabei sich und die Welt kennenlernen.

Quelle: pr.

Rinteln (pk). Bei jedem Ausflug in den Wald ist einer der Erzieherinnen des Kindergartens mit dabei. Sie haben durch den Projekt leitenden Schuiling die Möglichkeit, die Ausflüge aus einer „gruppenexternen Beobachtungssituation“ zu beobachten. Zudem bekommen sie so neue pädagogische Impulse, die sie anschließend, zum Teil gemeinsam mit den Eltern, im Stil einer offenen Fortbildung theoretisch und praktisch aufbereiten werden. Bei einzelnen Ausflügen wird auch Diana Krause dabei sein. Sie ist pädagogische Mitarbeiterin des Schaumburger Kreisforstamts. Während des Infoabends klärte sie die Eltern über „Gesundheitsrisiken und Gefahren im Wald“ auf, die es zwar mitunter gebe (giftiges Gewächs, Zecken, Fuchsbandwurm) und die auch durchaus ernst zu nehmen seien, die aber auch keinesfalls dazu führen sollten, den Kindern, aber auch sich selbst, das Erlebnis Wald nehmen zu lassen. Mit dem nötigen Wissen und der richtigen Ausstattung lassen sich die Risiken nämlich deutlich verringern. Der Waldpädagogik zufolge soll die Begegnung mit der Natur den Erfahrungsschatz der Kinder bereichern.

Im Wald haben sie Teil „an einer realen Welt, die nicht didaktisch aufbereitet ist“ und „die Chance zum Erwerb von Weltwissen, Forschergeist und lebenspraktischen Kompetenzen“ bietet, heißt es in dem Konzept von Schuiling: „Für die Kinder wird somit ein Stück Natur zum vertrauten Zuhause.“ Ziel des Projektes ist die Befähigung und Sensibilisierung zur Durchführung von Erlebnisprojekten in der Natur, „sowie eine nachhaltige und respektvolle Nutzung der Natur und Wälder im pädagogischen wie auch im privaten Bereich“.

Gefördert wird das Projekt zur Hälfte von der Bürgerstiftung Schaumburg, die das Projekt in Höhe von 2750 Euro mitfinanziert.

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