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Kita-Streik: Der Kampf geht weiter

Rinteln Kita-Streik: Der Kampf geht weiter

Streik bedeutet viel zusätzliche Arbeit – vor allem für jene, die nicht streiken. „Ja, es ist schon stressig“, sagt eine Erzieherin der Kita Krankenhagen, „aber wir stehen trotzdem dahinter.“

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Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem Streik der kommunalen Erzieher aufgerufen.

Quelle: dpa

Rinteln. Am vergangenen Montag habe die gesamte Besetzung ihre Arbeit niedergelegt, „da haben alle auf ihren Lohn verzichtet“. In weiterer Folge legen in Krankenhagen nur die zwei gewerkschaftlich organisierten Erzieherinnen ihre Arbeit nieder. Sie bekommen von der Gewerkschaft Verdi ein sogenanntes „Streikgeld“. Dessen Höhe bemisst sich am monatlichen Mitgliedsbeitrag, ein Prozent des Bruttogehalts, und beträgt im Durchschnitt etwas weniger als die Hälfte des entgangenen Lohnes.

Für die Stadt bedeutet der Streik ebenfalls Mehrarbeit. „Nicht nur ich beschäftige mich jeden Tag eine halbe bis eine Dreiviertelstunde mit dem Thema“, sagt Jörg Schmieding von der Stadt Rinteln. Auch die Personalabteilung müsse die Streiktage entsprechend aus dem Monatslohn herausrechnen.

Gegen die oft nur sehr kurzfristige Benachrichtigung der Eltern über Streiktage könne man leider nichts unternehmen. „Wer streikt, geht einfach nicht zur Arbeit. Derjenige ist nicht dafür verantwortlich, das mitzuteilen.“ Sobald die Stadt wisse, wann gestreikt werde, informiere man über die Presse auch die Bevölkerung. Und vielfach würden die Eltern auch direkt über die Kitas informiert, „die wissen das vielleicht auch etwas früher“, so Schmieding.

Auch in der Kita „Bärenstark“ in Krankenhagen sind die Eltern am Tag vor dem Streik persönlich informiert worden. Trotzdem ist ein Tag Vorlauf für viele Eltern zu wenig, um problemlos Alternativen für ihre Sprösslinge zu organisieren. Doch auch in der Kita wisse man früher nicht über genaue Schließungen und Notgruppen Bescheid, erklärt die Erzieherin. „Das macht die Leitung mit der Stadt aus“, sagt sie.

Der Erste Stadtrat Jörg Schröder sieht bei den kurzfristig bekannt gegebenen Streiktagen dagegen vor allem die Gewerkschaft Verdi am Zug. „Das ist das Konzept von Verdi, dass man da keine langen Vorbereitungszeiten hat, liegt nicht an uns.“ Auch am Freitag wird die Betreuung in Krankenhagen über eine Notgruppe organisiert – und sollte der Streik von Verdi auch in der nächsten Woche fortgesetzt werden, geht es auch in der Kita „Bärenstark“ weiter, hört man. jak

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