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Koller: „Regenrückhaltebecken funktioniert“

Rinteln Koller: „Regenrückhaltebecken funktioniert“

„Das Becken war trocken, und wir hatten das Wasser im Keller“, hat erst kürzlich wieder ein Anwohner des Hopfenbergs in der Nordstadt gegenüber unserer Zeitung geschimpft. „Zu spät nachgeschaut“, erwidert Peter Koller, Werkleiter des Abwasserbetriebs, auf diesen Vorwurf.

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Das Regenrückhaltebecken (hinten) an der Mindener Straße steht für manche Bürger im Verdacht, sie beim jüngsten Starkregen nicht genug vor den Wassermassen geschützt zu haben. Aus Sicht des Abwasserbetriebs hat es aber funktioniert. Das Wasser sei nur abgelaufen, sobald die Kanalisation es wieder aufnehmen konnte.

Quelle: tol

Rinteln (dil). „Das Becken hat funktioniert, lief aber sofort wieder leer, als Vorfluter und Kanalisation das Wasser wieder aufnehmen konnten.“ Einen Stausee hätte man dort also höchstens während der heftigsten Regenphase gesehen.

Koller ist in den vergangenen Wochen mit vielen Vorwürfen, Mutmaßungen und Gerüchten konfrontiert worden. Kein Wunder, die Anwohner vor allem der Kendalstraße hatten volle Keller, Stress und Kosten. Da werden schnell Schuldige gesucht, das Wetter allein reicht oft nicht.

Koller erklärt, dass das Becken nicht Wassermengen puffern, sondern Wasserdruck wegnehmen soll. Der Regen sei von Osten gekommen und habe bisher nie da gewesene Wassermassen gebracht, eine Gefahr besonders in diesem abschüssigen Gelände. „Wenn dieses Becken nicht gewesen wäre, dann wäre es noch viel schlimmer gekommen“, versichert Koller. Der Vorflutergraben als Ablauf sei schließlich nicht übergelaufen. „Und erst bei einem dortigen Rückstau fließt das Wasser ins Becken. Von der Waldkaterallee kann es da nicht rein, aber von einem Teil des Wilhelm-Busch-Wegs und der Mindener Straße aus. Von dort war aber die Fließgeschwindigkeit zu hoch, um alles aufzunehmen.“

Das erst 2008/2009 für 200 000 Euro gebaute Rückhaltebecken hat ein Fassungsvermögen von 5395 Kubikmetern und ist auf ein Starkregenereignis ausgelegt, wie es erfahrungsgemäß etwa alle 20 Jahre vorkommt. Es soll helfen, dass die östlich der Kendalstraße gelegenen Häuser in Zukunft nicht mehr nasse Keller bekommen. Bei starkem Regen wird das gesammelte Wasser kontrolliert über ein Graben- und Schachtsystem abgeleitet.

Den Anwohnern soll bei zwei Info-Terminen im September im Stadtwerkegebäude erklärt werden, wie die Wasserströme verlaufen. Den politischen Gremien werden in Kürze Verbesserungsvorschläge für den Regenwasserabfluss vorgestellt. Das Regenrückhaltebecken bleibt, wie es ist.

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