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Kommunen wollen Standards für Kitas einführen

Rinteln / Verwaltung Kommunen wollen Standards für Kitas einführen

Keine Kindertagesstätte gleicht der anderen: Die eine liegt mitten in der Stadt, die andere auf dem Dorfe, die Mitarbeiter haben unterschiedliche Fortbildungen besucht, meist setzen sie verschiedene Themenschwerpunkte.

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Wollen bei Kindertagesstätten künftig enger zusammenarbeiten: die Bürgermeister Priemer, Buchholz und Krüger mit (hinten, von links) Bernd Wintzer und Sarah Müthing vom nifbe, Mareen Fennert, Margareta Seibert von der Stadt Hessisch Oldendorf und Dieter Wuttig von der Stadt Hannover.
Foto: mld

Rinteln (mld). Eltern, deren Kinder Einrichtungen in Rinteln, Hessisch Oldendorf und der Gemeinde Auetal besuchen oder besuchen werden, sollen jetzt aber in allen Einrichtungen gewisse Standards vorfinden. Darauf haben sich die Bürgermeister der drei Kommunen geeinigt und einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Binnen eines Jahres sollen alle Kindertageseinrichtungen (Kitas) der drei Kommunen unter die Lupe genommen und Qualitätsstandards erarbeitet werden, die für alle Einrichtungen gelten sollen. Mit dieser Arbeit stehen die Kommunen nicht allein da, unterstützt werden sie vom nifbe, dem „Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung“.

Laut Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz sollen so „Forschung und Lehre und die Erfahrungen aus der Praxis“ zusammengebracht werden, hier seien die Kommunen und das nifbe „Partner auf gleicher Augenhöhe“. Eine sogenannte Lenkungsgruppe – bestehend aus Vertretern des nifbe, der Kommunen, des Landkreises Schaumburg sowie Leiter und Mitarbeiter verschiedener Einrichtungen – soll die Arbeit bald aufnehmen. So soll in jeder Einrichtung eine Aufnahme dessen erfolgen, was dort bereits vorhanden ist, um daraus Standards zu erarbeiten.

Nicht nur stellt das nifbe die Fachleute zur Verfügung, auch erhofft es sich durch diese Kooperation einigen Erkenntnisgewinn: „Wir freuen uns, dass wir hier einen Beitrag leisten können, und sind gespannt darauf, welche Erkenntnisse wir aus dieser Region gewinnen können“, sagte Dieter Wuttig, Leiter des Fachbereichs „Bildung und Qualifizierung“ der Stadt Hannover, Träger des nifbe-Regionalnetzwerks Mitte.

„Gerade das Thema Transfer ist uns wichtig“, sagte Bernd Wintzer vom nifbe, also die Frage, wie schnell und reibungslos Erkenntnisse von einer Einrichtung auf andere übertragen werden können. Gerade die Kooperation mit diesen drei Kommunen sei „spannend“, so Wintzer, da sie über die Kreisgrenzen hinaus geschehe.

Die drei Kommunen seien „prädestiniert“ dafür, zusammenarbeiten, so Auetals Bürgermeister Thomas Priemer: „Es gibt schon viele Gemeinsamkeiten.“ Die Einführung von Qualitätsstandards in allen Kitas sei eine „Chance für alle Mitarbeiter, sich weiter zu qualifizieren“, zumal der Bedarf der Eltern sich ständig verändere.
„Wir müssen den Eltern gegenüber Qualität signalisieren“, sagte auch Harald Krüger, Bürgermeister von Hessisch Oldendorf. Kitas seien „keine reinen Spieleinrichtungen“. Sie leisteten bereits jetzt gute Arbeit – „aber Qualität heißt auch, sich ständig weiterzuentwickeln.“

Gemeinsame Bereiche könnten zum Beispiel Medienkompetenz sein, die Vermittlung von Fremdsprachen im jungen Alter oder der vermehrte Einsatz von Musik.

Koordinieren wird das Projekt aufseiten der Kommunen Rintelns Gleichstellungsbeauftragte Mareen Fennert über das neu eingerichtete Familienzentrum.

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