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Komplikationen vorbeugen

Streit um Unterhalt Komplikationen vorbeugen

Die Arbeitslosenzahlen in Deutschland sinken laut offizieller Statistik immer weiter. Jedoch gibt es auch im Jahr 2017 noch rund 4,4 Millionen Menschen, die die Grundsicherung ihres Lebensunterhaltes aus Leistungen des Staates wie Arbeitslosengeld 1 und 2 oder Sozialgeld beziehen müssen.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Rinteln. Die Gründe dafür können ganz unterschiedliche, teilweise unverschuldete oder sehr unglückliche sein.

Im Fall einer erst 23-jährigen Rintelnerin war es die Trennung von ihrem Lebensgefährten und Vater ihres dreijährigen Sohnes.

Da dieser seiner Unterhaltspflicht nur teilweise nachkommt, musste sich die junge Frau Anfang August dieses Jahres beim Jobcenter melden und einen Antrag auf Leistung in der dafür zuständigen Leistungsabteilung stellen. Da dies der erste Antrag dieser Art für die junge Frau war, wurde der Vorgang seitens des Jobcenters als Erstantrag gewertet. Folglich forderte man seitens der Frau eine Reihe von Unterlagen ein. Die junge Frau war jedoch der festen Überzeugung, alle benötigten Unterlagen schon eingereicht zu haben, und weigerte sich daraufhin, diese erneut abzugeben.

Unangenehme Folgen

Als sich die Bearbeitung ihres Antrages daraufhin in die Länge zog und etwaige Zahlungen dementsprechend ausblieben, hatte das für die junge Frau und ihren Sohn unangenehme Folgen: So musste sie ihre Wäsche in der Maschine ihrer Mutter waschen und konnte ihren Sohn nicht mehr in den Kindergarten schicken, da sie sich all dies schlichtweg nicht mehr leisten konnte.

Nach einem Monat wandte sich die Frau an Rechtsanwalt Mark Schäfer aus Stadthagen, der sich daraufhin mit der zuständigen Sachbearbeiterin des Jobcenters Rinteln in Verbindung setzte.

Die Sachbearbeiterin versicherte gegenüber Schäfer, dass eine Bearbeitungsdauer von sechs Wochen gerade bei Erstanträgen der Standard sei und dass die Leistungen für die junge Frau nun rückwirkend zum August ausgezahlt würden.

Unterhalt bleibt häufig aus

Für den Rechtsanwalt ist das ein durchaus bekanntes Problem: „Dass ein Vater nach einer Trennung von der Mutter seiner Unterhaltspflicht nur teilweise nachkommt, geschieht heutzutage leider relativ häufig. In so einem Fall übernimmt das Jobcenter zunächst die Kommunikation mit dem Kindsvater.“ Bleibe dieser dann weiterhin uneinsichtig, erstatte das Jobcenter die Unterhaltszahlungen. Hierzu sei wie im vorliegenden Fall ein Antrag auf Leistungen notwendig. „Grundsätzlich sollte man bei solchen behördlichen Vorgängen immer eine Kopie aller eingereichten Unterlagen anfertigen sowie das entsprechende Datum und den Namen des zuständigen Sachbearbeiters vermerken“, rät Schäfer. „So kann man in vielen Fällen etwaigen Komplikationen vorbeugen.“ lb

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