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Kontrolle ist besser

Behindertenbeirat Kontrolle ist besser

Der Behindertenbeirat der Stadt Rinteln hat die im Rat vertretenen Parteien zu ihrer Auffassung hinsichtlich einiger Themen befragt, die ihm besonders wichtig für das Leben mit Behinderung in der Weserstadt erschienen. Vertreter der Parteien haben diese Fragen beantwortet.

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Eine Vermeidung oder Reduzierung des Radfahrens in der Fußgängerzone wünscht sich der Behindertenbeirat der Stadt Rinteln.

Quelle: jan

Rinteln.  Nach Auffassung des Behindertenbeirates gibt es seit Jahren eine unübersichtliche Gemengelage in der Fußgängerzone. Ältere sowie Menschen mit Behinderungen, aber auch Familien mit Kindern fühlen sich oft nicht sicher, weil Radfahrer dicht an ihnen vorbeiflitzen. „Viele halten sich leider nicht an die Schrittgeschwindigkeit, die für Radeln auf dem Gehweg vorgeschrieben ist.

Wäre es da nicht konsequent, das Radfahren in der Fußgängerzone generell zu unterbinden und zum Beispiel nur zu den Ladezeiten zu erlauben?“, wollte Manfred Pollmann, Vorsitzender des Gremiums, wissen: „Schülerinnen und Schüler könnten mittags eventuell den Blumenwall benutzen, wenn sie nicht schieben wollen. Was werden Sie zur Vermeidung oder Reduzierung des Radfahrens in der Fußgängerzone veranlassen?“

CDU, Friedrich-Wilhelm Rauch: „Soweit mir aus Gesprächen mit der örtlichen Polizei bekannt ist, hat es in den letzten Jahren lediglich vier kleinere Unfälle ohne größere Personenschäden gegeben. Meine persönliche Meinung zu dieser Thematik lautet: Es gibt auf Basis der derzeitigen Infrastruktur leider keinen Königsweg, mit dem alle zufrieden sein können, da die Radfahrer aus der Nordstadt in Richtung Schulen und Arbeitsplatz und umgekehrt keine vernünftige Möglichkeit haben, das Fußgängerzonengebiet zu umfahren. Letztlich werden hier, wie so oft im Leben, nur ein vernünftiges Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme ans Ziel führen.

Im Übrigen glaube ich, dass selbst bei einem vollständigen Verbot der Durchfahrt für Radfahrer durch die Fußgängerzone sich diejenigen, die auch jetzt schon durch ihren Fahrstil auffällig geworden sind, über dieses Verbot partiell hinwegsetzen würden. Das zeigen Untersuchungen beispielsweise in Universitätsstädten mit Fußgängerzonen, in denen das Radfahren verboten ist.“

SPD, Astrid Teigeler-Tegtmeier: „Die SPD ist nach wie vor der Meinung, dass eine Stadt, die am Weser-Radweg liegt, auch das Radfahren in der Fußgängerzone erlauben sollte. Wir würden uns allerdings auch wünschen, dass die Fahrradfahrer das Gebot der gegenseitigen Rücksicht, wie es auf der Weserbrücke gelebt wird, umsetzen würden.“

WGS, Gert Armin Neuhäuser: „Es ist utopisch, Schüler auf den Blumenwall zu verweisen und zu beschränken. Jedes Verbot nützt nur so viel und so wenig, wie seine Kontrolle und Durchsetzung. Ich selbst wohne 100 Meter von der Fußgängerzone entfernt und begehe sie nahezu täglich. Wenn sich alle an das Gebot gegenseitiger Rücksichtnahme halten und wenn künftig die Verwaltung auch Kontrollen machen würde, um insbesondere Geschwindigkeitsverstöße auch zu ahnden, bedarf es keines vollständigen Fahrradverbotes. Hierfür werde ich mich im neuen Stadtrat einsetzen.“

Grüne, Christoph Ochs: „Ich selbst befahre die Fußgängerzone selbst regelmäßig und in angemessener Geschwindigkeit. Leider erlebe ich dabei auch gelegentlich, dass einige Personen in unangemessener Geschwindigkeit an mir vorbeifahren. Die Konsequenz, das Befahren gänzlich zu verbieten, sehe ich dabei so jedoch nicht. Wir verbieten ja auch nicht das Autofahren in den Dreißiger-Zonen, in denen viele Autofahrer oft deutlich zu schnell unterwegs sind und dort Radfahrer, Haustiere und spielende Kinder erheblich gefährden. Zudem würde ein Verbot ohne sinnvolle Alternative dazu führen, dass noch weniger Personen mit dem Rad zur Arbeit fahren würden.

Ich finde es zudem sehr wichtig, dass zu schnell fahrende Radfahrer angesprochen und auf ihr Fehlverhalten hingewiesen werden; hier ist auch das Ordnungsamt in der Pflicht.“

FDP, Heiner Schülke: „Jedes Verbot muss durchgesetzt werden. Das ist bei einem Fahrverbot für Radfahrer in der Fußgängerzone kaum zu bewerkstelligen. Was wir hingegen befürworten, sind mehr Hinweise in gut lesbarer Form für die Fahrradfahrer und dies auf mehreren Kanälen. So können Schilder mit ‚Danke, dass Du Dein Fahrrad in der Innenstadt schiebst’ die Situation entschärfen. Auf der Homepage der Stadt sollte es ebenfalls erscheinen. An den Schulen und an den Fahrrad-Parkplätzen gehören Hinweise dieser Art nach unserer Meinung ebenfalls hin.“ jan, r

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