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Kosten runter durch moderne LED-Technik

Diskussion im Stadtrat Kosten runter durch moderne LED-Technik

Licht steckt voller Emotionen. Licht kann zufrieden machen und sogar den menschlichen Organismus positiv beeinflussen. Bei der Straßenbeleuchtung ist es oft anders. So auch in Rinteln.

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Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik birgt viel Sparpotenzial.

Quelle: ll

Rinteln. Sie sorgt zuweilen für Diskussionen und Ärger, besonders dann, wenn die Laternen ausgeschaltet bleiben, um Kosten zu sparen. Denn gefühlt sorgen die Laternen an den Straßen für erhöhte Sicherheit. Dem steht aber die Wirtschaftlichkeit gegenüber: In Zeiten steigender Strompreise kommt es darauf an, dass sie so wenig Energie wie möglich verbrauchen. Das wiederum ist kein Gefühl, sondern eine politische Frage.

Die WGS-Fraktion im Rat der Stadt Rinteln will, dass alle Straßenlaternen im Stadtgebiet alsbald mit moderner LED-Technik ausgerüstet werden. Diesen Antrag hat die Fraktion für die nächste Ratssitzung am 19. März beim Bürgermeister eingereicht. Laut Fraktionschef Gert Armin Neuhäuser soll die Stadt ein Straßenbeleuchtungsprojekt initiieren, das vorsieht, innerhalb der nächsten drei Jahre alle veralteten Leuchten durch moderne LED-Systemleuchten auszutauschen. Ob es dazu kommt, ist aber fraglich. Die Modernisierung der Straßenbeleuchtung in Rinteln ist bereits abgeschlossen, argumentiert die Verwaltung.

Rund 4500 Laternen gibt es in der Stadt und ihren Ortsteilen. Viele der Laternen seien in den vergangenen Jahren bereits durch die Stadtwerke ausgetauscht und modernisiert worden, heißt es aus dem Rathaus. Weil im städtischen Etat in den vergangenen Jahren nie genug Geld für eine Komplettmodernisierung aller Straßenlaternen vorhanden war, seien jährlich 75000 Euro für die Erneuerung von Teilbereichen ausgegeben worden – in den vergangenen fünf Jahren rund 450000 Euro.

Nicht überall sind beim Austausch allerdings LED-Leuchten eingebaut worden, sagt Jürgen Peterson, der als Geschäftsführer der Stadtwerke im Auftrag der Stadt für die Beleuchtung an Rintelns Straßen zuständig ist. Das hat Kostengründe: Eine moderne LED-Leuchte sei zu Beginn der Modernisierung im Jahr 2009 bei einem Stückpreis von rund 400 Euro gehandelt worden. Das Licht sei aber in vielen Fällen bereits durch eine andere Technik modernisiert worden: die sogenannte Natriumdampflichttechnik (NAV). Zwar hätten Natriumdampfleuchten nicht so hohe Wirkungsgrade wie LED-Leuchten; NAV-Lampen haben vor fünf Jahren aber nicht annähernd so viel Anschaffungskosten verursacht. Eine NAV-Leuchte hat etwa nur ein Fünftel der LED-Technik gekostet, pro Stück etwa 80 Euro, so Peterson.

Mit dem Austausch der Leuchten hat die Stadt nach eigenen Angaben ihren Energieverbrauch bei der Straßenbeleuchtung um etwa 40 Prozent senken können – von etwa einer Million Kilowattstunden in 2009 auf heutige 600000 Kilowattstunden.

Laut einer Untersuchung der Technischen Universität Darmstadt bringt die Umrüstung auf LED im Gegensatz zu den städtischen Uralt-Laternen rund 50 Prozent Einsparung. Hätte sich die Stadt vor sechs Jahren dazu entschlossen, sofort alle Laternen komplett mit LED-Technik zu modernisieren, hätte das rund 1,8 Millionen Euro gekostet. Eine Summe, bei der auch laut Peterson Kosten und Nutzen nicht im Verhältnis stehen. Zwar hat es damals noch eine hälftige Zuschussförderung gegeben, die Modernisierung hätte aber so immer noch bei rund 900000 Euro für die Stadt gelegen – gut doppelt so viel, wie die schrittweise Modernisierung bei 40 Prozent Energieeinsparung in Rinteln gekostet hat. Ein Rechenexempel also, mit dem sich die Ratspolitiker auseinandersetzen müssen.

Mehr Aussicht auf Erfolg hat ein anderer Teil des WGS-Antrags: Neuhäuser fordert in seinem Antrag die Stadt dazu auf, alle kommunalen Gebäude daraufhin zu überprüfen, ob sie im Rahmen eines Klimaschutzprogramms des Bundes förderungsfähig sind. Die Frist läuft Ende März ab. Weil in den vergangenen Jahren bereits in energetische Gebäudesanierung investiert wurde, bestehe vor allem Bedarf im Hinblick auf Stromeinsparungen. Größte Stromfresser der stadteigenen Gebäude sind laut Verwaltung der Baubetriebshof, der Brückentorsaal und das Bürgerhaus am Markt. ll

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