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Krieg, Bergbau und gelbes Wasser bei „Show of Hands“

Strücken / Konzert Krieg, Bergbau und gelbes Wasser bei „Show of Hands“

Zu einer guten Adresse für Fans erstklassiger Musik will der Wirkhof in Strücken werden. Mit fast 100 Besuchern war das Konzert des südenglischen Folktrios „Show of Hands“ am Donnerstag restlos ausverkauft.

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Quelle: dil

Von Dietrich Lange

Strücken. Nach tosendem Beifall und einer Zugabe strahlten viele begeistert: So etwas Gutes haben sie in Strücken wohl noch nie gehört.

 Steve Knightley (Gesang, Gitarre) und Phil Beer (Gitarre, Geige, Gesang) spielen schon seit 16 Jahren zusammen, Miranda Sykes (Kontrabass, Gesang) kam vor zehn Jahren hinzu. Sie sind befreundet mit Wirkhof-Besitzer Günter Schmidt und Konzertorganisator Volker König (Melle). Auf der Reise von Südengland zu Auftritten in Bayern machte das Trio einen Stopp in Strücken und gab ein Konzert. Ein Toningenieur sorgte für ausgezeichneten Klang im großen Gruppenraum im Obergeschoss. Es ging mehr um Spaß als Geld – Ziel erreicht.

 Die mit kleinen Geschichten von Knightley humorvoll oder nachdenklich anmoderierten Lieder handelten von Kriegstoten und bürokratischen Benachrichtigungen der Angehörigen, vom Wirbelsturm Kathrina in New Orleans, vom früheren Bergbau in Cornwall und den vielen Auswanderern nach dessen Ende. Manchen Refrain sang das Publikum munter mit, besonders leicht fiel dies bei „No woman no cry“ von Bob Marley, in einer Folkversion statt im gewohnten Reggaerhythmus – ganz großartig.

 Als sich das Trio zu angeregten Gesprächen beim „guten gelben Wasser aus Germany“ verabschieden wollte, ließen die Zuhörer sie aber nicht ohne Zugabe gehen. „Don’t be a stranger“, empfahl Knightley dann singend, und fremd fühlte sich nun niemand mehr.

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