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Ladendieb: „Ich hatte gut einen im Tee“

Rinteln / Prozess Ladendieb: „Ich hatte gut einen im Tee“

Knapp zwei Jahre nach einem Ladendiebstahl unter Alkoholeinfluss und unter Mitführung einer Luftpistole ist ein 24-jähriger Arbeitsloser nun für diese Tat belangt worden. Der Rintelner Amtsrichter Christian Rost verhängte eine Geldstrafe von 375 Euro gegen den Angeklagten, der Artikel im Gesamtwert von gut 100 Euro eingesteckt hatte.

Rinteln (maf). Im Juni 2009 ging der heute 24-Jährige zur Mittagszeit in ein Rintelner Warenhaus und nahm eine DVD sowie fünf Computerspiele aus der Verpackung. Anschließend verbarg er das Diebesgut unter seiner Kleidung und marschierte unter den Augen eines Detektivs an der Kasse vorbei.

Bei der Tat war der junge Mann nicht nur stark alkoholisiert (1,9 Promille), er führte in seiner Umhängetasche auch eine Softair-Pistole mit sich. Diese später sichergestellte Luftpistole war allerdings nicht schussbereit. Während man auf die Polizei wartete, soll er noch ein paar kräftige „Schlucke aus der Pulle“ genommen haben.

„Ich hatte gut einen im Tee“, erinnerte sich der damals alkoholkranke Angeklagte vor Gericht. Als Motiv für den Diebstahl nannte der Arbeitslose finanzielle Not. Mit den geklauten Spielen wollte er sich am PC ablenken, Probleme vergessen. „Ich war zu der Zeit ziemlich depressiv“, sagte der 24-Jährige vor dem Amtsgericht weiter.

Momentan ist er eigenen Angaben zufolge trocken, absolviert derzeit außerdem ein Praktikum und hat nach eigener Aussage gute Chancen, demnächst in der Firma einen Vollzeitjob zu bekommen.

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