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Lärm kontra Lebensqualität

Rinteln fürchtet um Handlungsfreiheit Lärm kontra Lebensqualität

Die Unterschriftenlisten gegen die mögliche Güterbahntrasse durch das Weserbergland sollen am 31. August in Berlin übergeben werden. Der politische Druck wird immer wichtiger, denn rechtlich kann kaum etwas gegen den Wiederausbau der Strecke Löhne-Elze auf Zweispurigkeit unternommen werden.

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 Eine Schreckensvision für Rinteln: Güterzüge, die die Weserstadt nicht nur zweiteilen, sondern auch für immensen Lärm sorgen.

Quelle: dpa

Rinteln/Hameln. Dies besage ein neues Rechtsgutachten, das der Landkreis Hameln-Pyrmont in Auftrag gegeben habe, teilte Rintelns Bürgermeister Thomas Priemer gestern mit.

 „In dem Gutachten, das kürzlich auch auf einer Veranstaltung in Lügde vorgestellt worden ist, geht es darum, ob Anspruch auf Schallschutz an der Güterbahntrasse bestünde und welche Möglichkeiten Anwohner und Kommunen haben, diesen einzufordern“, erklärte Priemer. „Wir können uns aber nicht gegen ein Gesetz wenden, und um ein solches handelt es sich bei der Festlegung der Güterbahntrasse.“ Auch die Möglichkeiten gegen die Elektrifizierung des zweiten Gleises seien nicht groß, „denn die Bahnstrecke Löhne-Elze ist seit den siebziger Jahren als zweispurig gewidmet, und diese Widmung ist auch nach dem Rückbau auf Einspurigkeit nicht geändert worden“.

 Für die Stadt Rinteln hätte der Ausbau zur Güterbahntrasse nicht nur die schon geschilderten Folgen: Lärm, Verkehrslähmung an den nur noch 15 Minuten pro Stunde geöffneten Bahnübergängen, Verlust von Grundstückswerten, Verdrängung von Verkehr, Umwege für Radfahrer und Fußgänger, Verlust an Lebensqualität. Priemer nannte auch eine Folge für die kommunale Selbstverwaltung: „Wenn es so viel neuen Lärm gibt, könnten wir kaum noch Neubaugebiete ausweisen, denn da gibt es Untergrenzen der Belastung.“

 „Harter Kern“ oder „breite Masse“? Um genau diese Frage zu klären, braucht die Bürgerinitiative (BI) Transit Weserbergland Hilfe. „Am 30.und 31. August finden die Abschlussveranstaltungen für die aktuelle Unterschriftensammlung und insgesamt für die Aktionen der letzten fünf Jahre statt“, teilt die Bürgerinitiative mit. Dies seien auch vorerst die letzten geplanten Veranstaltungen in diesem Jahr. „Mit der Unterschriftensammlung liegen wir super im Rennen. Die 20000er-Marke ist geknackt, und es geht noch mehr. Die Unterschriftensammlung und die Aktionen der vergangenen fünf Jahre sollten „mit einer erfolgreichen Abschlussveranstaltung“ ein angemessenes Ende finden.

 Für die Teilnahme an der Abschlussveranstaltung gibt es drei Varianten:

 Teilnahme an der Sternfahrt per Fahrrad Lügde-Coppenbrügge sowie Rinteln-Coppenbrügge mit anschließender Bahnparty in Coppenbrügge am 30. August. Die Abfahrt ist jeweils um 13 Uhr ab Rinteln beziehungsweise Lügde. Der Einstieg ist auch an jeder Zwischenstation möglich. Bei Anmeldung Startpunkt angeben.

 Teilnahme nur an der Bahnparty in Coppenbrügge ab etwa 17 Uhr.

 Teilnahme an der Übergabe der Unterschriften in Berlin am 31. August.

 Verbindliche Anmeldungen zu beiden Terminen sind bis zum 20. Juli vorzunehmen, so die BI. Für die Sternfahrt wird ein Rücktransport der Fahrräder aus Coppenbrügge organisiert, sodass die Anmeldung unerlässlich ist. Ferner sei eine Planung der Bahnparty ohne ungefähre Personenzahl nicht möglich.

 Für die Unterschriftenübergabe wird die Anreise (anders als ursprünglich angekündigt) in Kleinbussen aus den jeweiligen Gemeinden erfolgen. Dank Sponsoren fallen so für die Mitreisenden keine oder nur geringe Kosten an. Die Plätze seien aber begrenzt, sodass auch dabei eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung unerlässlich ist. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.

 Weitere Infos gibt es auf der Seite der BI Transit Weserbergland www.bi-transit-weserbergland.de. Für Rückfragen steht die Bürgerinitiative per E-Mail an bi-transit-weserbergland@t-online.de und telefonisch unter (05156) 9590109 sowie (0176) 99272415 parat. dil

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