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Langjähriger Bruderstreit endet vor Gericht

„Der will mich fertigmachen“ Langjähriger Bruderstreit endet vor Gericht

Nach einer dubiosen Geschichte um einen Einbruch in des Haus seines Bruders ist das Strafverfahren gegen einen Rintelner nun eingestellt worden.

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Quelle: dpa

Rinteln. Die Anklage lastete dem 44-Jährigen einen besonders schweren Fall des Diebstahls an. Er soll im November 2014 in das unbewohnte Haus seines Bruders eingedrungen sein – entweder durch die mit einem Holzbrett verschlossene Haus- oder die Terrassentür.

 Er baute dann, so der Vorwurf, mehrere Gegenstände aus und nahm diese gegen den Willen des Eigentümers mit. Im Einzelnen soll es sich um sechs Heizkörper, 18 Lichtschalter und Steckdosen, Kupferrohre mit einer Gesamtlänge von 14 Metern, einen Heizkessel und ein Wasserfilter handeln.

 „Der will mich fertigmachen“, äußerte der Angeklagte über seinen Bruder und bestritt zugleich den Vorwurf. Zwischen den Brüdern herrscht seit Langem dicke Luft, erinnerte sich Richter Christian Rost. Streitpunkt sind offenbar zwei Häuser, die Angaben des Angeklagten zufolge zuvor seiner Frau gehört hatten und dann auf den Bruder des Angeklagten übertragen wurden.

 „Die gehören sowieso mir“, meinte der 44-Jährige. Er nannte einen weiteren Grund, warum er für den Einbruch nicht verantwortlich sein könne. Er habe eine 50-prozentige rechtsseitige Lähmung, sein rechter Arm sei steif: „Wie soll ich da einen Heizkörper oder einen Heizkessel tragen?“ Er ist im Besitz eines Schwerbehindertenausweises und gesundheitlich erheblich beeinträchtigt.

 Sein Bruder hat an einer Strafverfolgung vermutlich kein Interesse: Der als Zeuge geladene Verwandte erschien erneut nicht vor dem Amtsgericht, sein Aufenthaltsort scheint unklar zu sein. Weitere Zeugen für das Geschehen gibt es offenbar nicht oder sind nicht greifbar. Auch zum Verbleib der Gegenstände wurde im Verfahren nichts bekannt.

 Mit Zustimmung von Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt wurde das Verfahren eingestellt. Dabei erfolgte die Einstellung im Hinblick auf eine frühere Verurteilung: Im März 2015 erging gegen den Rintelner ein Strafbefehl mit einer Geldstrafe in Höhe von 50 Tagessätzen – wegen Diebstahls. Eine Verurteilung wegen dieser Einbruchs-Geschichte wäre neben der früheren Sanktion nicht weiter ins Gewicht gefallen. maf

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