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Leiche aus der Weser identifiziert

93-Jähriger anhand von Zähnen und Kleidung identifiziert Leiche aus der Weser identifiziert

Die am Montagnachmittag in Kohlenstädt in der Weser entdeckte Leiche (wir berichteten) ist identifiziert. Es handelt sich um den seit dem 28. Januar vermissten Rentner Gerhard Theunert (93) aus Tündern.

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Der Leichnam des in Kohlenstädt tot aufgefundenen 93-Jährigen wird abtransportiert.

Quelle: tol

Rinteln/Hameln. Gestern wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bückeburg eine Obduktion durchgeführt. Der Tote hatte 40 Tage im Wasser gelegen. Er wurde anhand seiner Zähne und seiner Kleidung identifiziert. Angehörige hatten der Polizei am Dienstag Haar- und Zahnbürsten für einen DNA-Test ausgehändigt. Eine solche Analyse habe aber nicht durchgeführt werden müssen, hieß es. Das Ergebnis sei eindeutig.

 „Wir sind sehr traurig, gleichzeitig aber auch froh, dass mein Großvater gefunden wurde und nun beerdigt werden kann“, sagte der Enkel des Verstorbenen, Jens-Werner Theunert, im Gespräch mit unserer Zeitung. Er glaubt, dass sein Großvater desorientiert war und deshalb leicht bekleidet in die Weser gestürzt ist. Suizidgedanken habe er ganz sicher nicht gehabt.

 Davon ist auch die Tochter des Toten überzeugt. Eine halbe Stunde vor seinem Verschwinden habe sie ihren allein lebenden Vater noch in seinem Haus besucht. „Er wollte bald zu Bett gehen. Alles war wie immer.“ Traudel Beuse (70) vermutet, dass der 93-Jährige „einen Blackout“ hatte, deshalb bei Eiseskälte und Schneetreiben orientierungslos umhergeirrt und dabei verunglückt ist. „Wir werden leider nie herausfinden, was in ihm an diesem Nachmittag vorgegangen ist.“

 Sicher ist laut Polizei: Gerhard Theunert ist keinem Verbrechen zum Opfer gefallen. Zunächst war in Hameln vermutet worden, der Senior habe wie an jedem Tag das Grab seiner Ehefrau auf dem Friedhof in Tündern besuchen wollen. In diese Richtung soll er am Abend des 28. Januar gegangen sein. Nach dem Vermissten war tagelang gesucht worden: 80 Polizisten, Feuerwehrleute und Helfer der Johanniter-Unfallhilfe waren mit Flächensuchhunden, Streifenwagen und Booten im Einsatz. ube

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