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Letzte Warnung

25-jähriger Rintelner verurteilt Letzte Warnung

„Sie haben ein Alkohol- und Drogenproblem“, wandte sich Richter Christian Rost an den 25-jährigen Rintelner. „Machen Sie was, sonst geht das den Bach runter und Sie versauen sich ihr ganzes Leben“, fügte Rost hinzu.

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Symbolbild

Quelle: dpa

RINTELN. Soeben hatte er den Angeklagten wegen fahrlässigen Vollrausches verurteilt, weil sich der betrunkene junge Mann bei einem Polizeieinsatz massiv gewehrt und sich völlig danebenbenommen hatte.

Er muss nun eine Geldstrafe von 600 Euro zahlen, umgerechnet zwei Monatseinkommen für den Arbeitslosen. Ursprünglich war der 25-Jährige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung angeklagt. Er hatte sich im August vorigen Jahres gegen 2 Uhr in der Nordstadt renitent verhalten und einem Beamten ins Gesicht gespuckt (wir berichteten).

Außerdem soll er bei dem nächtlichen Vorfall lautstark geschimpft haben: „Fickt euch, ich ficke euch alle!“ An den Tathergang konnte sich der Arbeitslose nur bruchstückhaft erinnern. Kein Wunder, denn ab dem Nachmittag hatte der Rintelner reichlich Bier, gemischten Wodka, Whisky und Rum sowie Drogen in Form von Cannabis konsumiert.

Eine Blutprobe ergab einen Wert von gut zwei Promille. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der 25-Jährige infolge des Rausches schuldunfähig war, kam eine Verurteilung wegen der ursprünglich angeklagten Delikte nicht in Betracht. Dafür wurde er nach einer anderen Norm (Vollrausch) für das Geschehen zur Verantwortung gezogen.

„Sie kommen jetzt noch mal mit einem blauen Auge davon“, bilanzierte Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig. Er verwies auf die zuletzt vielen Straftaten des Angeklagten innerhalb kurzer Zeit und plädierte schließlich für die später ausgesprochene Geldstrafe. Was den Angeklagten erwartet, falls er sein Leben nicht ändert, verdeutlichte Rost mit den Worten: „Und irgendwann geht es auch ab in den Knast.“ maf

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