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Linden werden zu groß

Muss die Säge ran? Linden werden zu groß

Wer mit dem Anhänger voll Grünschnitt zum Kompostplatz in Rinteln fährt, hat noch Glück. Die nördliche Fahrbahnseite ist glatt. Kommt er zurück, werden Auto und Anhänger bei Gegenverkehr kräftig durchgeschüttelt.

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Quelle: dil

Rinteln. Vier Warnbaken weisen seit gut einem Jahr auf die Buckelpiste hin. Schuld sind rund vier Jahrzehnte alte Linden, deren Wurzeln nach oben drängen und dabei die Fahrbahndecke mitnehmen.

 „Mindestens 30 Jahre alt“, sagt Andreas Vauth vom Bauhof der Rintelner Stadtverwaltung zu den Bäumen. Und sein Chef Klaus-Ulrich Hartmann ergänzt: „Vor etwa drei Jahren haben wir im vorderen Teil der Straße schon etwas gemacht. Dort mussten wir den Rad-Geh-Weg südlich der Bäume beseitigen, weil die Baumwurzeln die Oberfläche gefährlich angehoben haben. Jetzt heben die Wurzeln die Teerdecke der Fahrbahn an.“

Früher führte dieser Weg direkt zum Eingang des Doktorsee-Geländes. Seit es die Westumgehung gibt, rollt der Verkehr dort, und es ist – außer an Komposttagen – ruhig auf der alten Straße. Die Stutzung einiger Baumwurzeln vor wenigen Jahren hat die Bäume geschwächt. „Drei von ihnen sind bei Sturm schon umgefallen, weil die Wurzeln zu wenig Lebensraum hatten“, sagt Hartmann.

Doch was soll werden – Warnbaken als Dauerzustand? „Bisher ging das ja, weil die Straße nicht so stark befahren ist und nach Norden sowie zwischen den Bäumen Ausweichmöglichkeiten bei Gegenverkehr bestehen“, erklärt Hartmann. „Aber mittelfristig muss sich etwas tun. Die Risse in der Fahrbahn sind schon fünf bis sechs Zentimeter hoch und breit.“

Wenn man die inzwischen beindicken Wurzeln unter der Straße kappt, werden die Bäume krank und zum Sicherheitsrisiko, weiß der Bauhofchef und Stadtgärtner. „Wir könnten entweder die betroffenen Fahrbahnteile entsiegeln und Buchten anlegen oder die Bäume fällen, was allerdings die unökologischste Lösung wäre. Dann schreibt die Zeitung wieder ,Motorsägen heulen auf‘.“ Am Weserradweg zwischen Engern und dem Rintelner Kanu-Club gab es schon das gleiche Problem. „Dort konnten wir aber noch reparieren“, sagt Hartmann. „Am Doktorseeweg ginge es aber an die Substanz der Bäume, ihre Statik würde gefährdet. Generell muss eine Lösung her. Für Radfahrer wird es dort schon gefährlich. Ich denke, spätestens im nächsten Jahr finden wir eine Lösung.“ Mit oder ohne Motorsäge. dil

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