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Luther lächelt für Kirche in Bewegung

Kirchenkreis blickt auf Jubiläum voraus Luther lächelt für Kirche in Bewegung

Das Luther-Jahr 2017 steht unter dem Motto „500 Jahre Kirche in Bewegung“. Der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg lädt zum Mitfeiern im Zeichen der Vier ein – in vier Regionen, mit vier Themenbereichen und in vier Zeiträumen.

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Rinteln/Landkreis. Konzerte, Vorträge und vieles mehr sollen den Blick zurück auf das Wirken des Reformators Martin Luther lenken, aber auch Wege aufzeigen, auf denen die Kirche in Zukunft in Bewegung bleiben kann und soll.

 Die Vorbereitungen laufen schon eine Weile. „Wir haben unser Logo inzwischen auch fertig“, teilt Superintendent Andreas Kühne-Glaser mit. „Es zeigt Martin Luther augenzwinkernd und lächelnd mit einer Rose auf violettem Grund mit einem hellen Kreuzmuster. Ein Hinweis darauf, dass es nicht um strenge Reformationslehre, sondern Lebensfreude in einer modernen Kirche gehen soll, die ihre Wurzeln aber nicht außer Acht lässt.

 Der Kirchenkreis wird für das Programm in vier Regionen aufgeteilt, die jeweils ein eigenes Programm entwickeln. So ist Obernkirchen-Auetal im März und April dran. Die Feier von 850 Jahren Stift Obernkirchen wird dabei ein Höhepunkt sein. Die Region Wesertal widmet sich im Mai/Juni der Theologie, der Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes. Dort soll auch ein Reformationsstück aufgeführt werden. Alles mit und über Musik ist das Generalthema für die Nordregion im Juli/August. Die Region Rinteln beschließt das Festjahr im September/Oktober.

 Als Höhepunkte in Rinteln sind ein Luther-Fest im Brückentorsaal am 30. Oktober, dem Vorabend des Reformationstages, sowie eine „Lange Luther-Nacht“ am 10. September vorgesehen. Bei dem Luther-Fest wird es ein großes Essen, Kabarett sowie zwei Luther-Darsteller mit einer Theatergruppe aus Erfurt geben.

 „Außerdem ist in Zusammenarbeit mit den Kirchenkreisen Wunstorf-Neustadt und Nienburg sowie der Landeskirche Schaumburg-Lippe ein Luther-Musical in Planung, das mit Schulen einstudiert und mehrmals an verschiedenen Orten aufgeführt werden soll“, so Kühne-Glaser. „Es soll auf kreative Weise die Schulen mit ins Boot holen. Derzeit wird die Finanzierung erarbeitet. Vorgesehen ist, eine Projektstelle für ein bis zwei Jahre zu besetzen, die dieses Musical federführend vorbereitet.“

 Der Kirchenkreis muss an seine Zukunft denken, denn die Mitgliederzahl sinkt. Nach 45699 Ende 2014 dürften es Ende 2015 nur noch unter 45000 sein. Vor allem wegen Irritationen um das Erheben von Kirchensteuer auf die Kapitalertragssteuer samt automatischer Einbehaltung durch die Banken ab Anfang 2015 stieg die Zahl der Austritte an: 136 im Januar, 109 im Februar, 121 im März – danach normalisierte es sich wieder: 36 im April, 52 im Mai und 53 im Juni. Im gesamten Jahr könnten es also 700 bis 800 gewesen sein. Kühne-Glaser sieht den Bestand des Kirchenkreises aber auch in den nächsten zehn Jahren nicht in Gefahr.

Abendgespräche: Eine Chance, Menschen auch über die Kirchengemeinden hinaus anzusprechen, bieten die Rintelner Abendgespräche zu aktuellen Themen. Im Februar und April geht es dabei um das Thema „Vom Glück und Leid des letzten Lebensdrittels: Das Alter bewusst und zufrieden gestalten“. Unter dem Motto „Was gibt das Alter? Was nimmt das Alter?“ soll es einen Film geben. Auch ein Leseabend mit Talkshow-Moderatorin Bettina Tietjen ist geplant.

Personalien: Die Pfarrämter Johannis und St. Nikolai wollen enger zusammenarbeiten. Die drei Pastoren sollen zum Beispiel in einem festen Wechsel Beerdigungen in der Stadt vornehmen. Die Diakon-Stelle für die regionale Konfirmandenarbeit soll im Frühjahr neu ausgeschrieben und im Sommer besetzt werden. Kirchenkreisjugenddiakon Jens Giesecke startet am 1. Februar, ebenso wie die neue Fundraiserin Christina Günther. Neue pädagogische Leitung im Kindertagesstättenverbund wird ab 1. März Silke Kuschel-Schenk sein. In Exten geht Ende Juni Pastor Wolfram Wiemer in den Ruhestand, seine Frau Elisbath Schacht-Wiemer übernimmt die Stelle.  dil

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