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Luxus-Kinderwagen gleich zwei Mal verkauft

Rinteln / Prozess Luxus-Kinderwagen gleich zwei Mal verkauft

Eine 20-jährige Ostwestfälin, die ihren Kinderwagen gleich zwei Mal für 280 Euro verkauft hatte, ist nun vom Vorwurf des Betruges freigesprochen worden.

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Quelle: Symbolfoto

Rinteln. Rinteln. Im Februar 2013 veräußerte die mehrfache Mutter den Luxus-Kinderwagen mit Alu-Gestell über das Internet an eine Frau aus Düsseldorf. Sie kassierte den Kaufpreis, lieferte aber nicht. Stattdessen verkaufte sie den Wagen auch an eine andere Frau, steckte die vereinbarten 280 Euro ein und übergab ihr den Kinderwagen.

Nach Überzeugung von Richter Christian Rost konnte der Angeklagten aber nicht der für einen Betrug erforderliche Vorsatz nachgewiesen werden: Das setzt nämlich voraus, dass sie von Anfang an nicht vorhatte, an die Düsseldorferin zu liefern. Anderer Auffassung war dagegen Staatsanwalt Günter Wilkening: Er ging davon aus, dass die Ostwestfälin den Kinderwagen schon gar nicht mehr hatte, als sie mit der Düsseldorferin telefonierte. Wilkening beantragte eine Verurteilung wegen Betruges und forderte neben einer Geldauflage von 100 Euro auch eine Schadenswiedergutmachung in Höhe von 280 Euro.

Der Fall: Im Winter vorigen Jahres bot die Angeklagte über mehrere Internet-Verkaufsportale den Kinderwagen zum Kauf an. Es meldeten sich viele Interessenten bei ihr, unter anderem eine Frau aus Düsseldorf (27). Diese nahm per E-Mail Kontakt zur Ostwestfälin auf, kaufte die Ware und überwies die 280 Euro wie vereinbart auf das Konto der 20-Jährigen. Als die Ware nicht ankam, versuchte sie vergeblich, die Verkäuferin noch mal ans Telefon zu bekommen.

Vor Gericht äußerte die 20-Jährige sinngemäß, sie habe schon mit der Düsseldorferin das Geschäft abwickeln wollen. Dann sei jedoch eine andere Interessentin gekommen, habe den Wagen gekauft und gleich mitgenommen.

„Ich habe Angst, laufe gern weg vor meinen Problemen“, antwortete die Angeklagte auf die Frage, warum sie das Geld bis heute nicht an die Düsseldorferin zurückgezahlt hat. Trotz Freispruchs appellierte Rost: „Lassen Sie das. Sie bringen sich nur in zusätzliche Schwierigkeiten.“ maf

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