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Massenandrang bei Typisierung

2000 Spender für Paul Massenandrang bei Typisierung

So einen Massenandrang hat Todenmann noch nie erlebt. Mehr als 2000 Spender ließen sich am gestrigen Sonntag im Rahmen der Typisierungsaktion der Kindertagesstätte am Kreiskrankenhaus und der Deutschen Knochenmarkspendedatei (DKMS) für den an Blutkrebs erkrankten Paul (4) in der Mehrzweckhalle des Kirschendorfes registrieren.

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Etliche Helfer und medizinische Kräfte sind über fünf Stunden pausenlos im Einsatz.

Quelle: peb

Rinteln (peb). „Die Welle der Hilfsbereitschaft war überwältigend“, zog Kita-Leiterin und Organisatorin Catrin Witt eine überaus positive Bilanz.

 Die Spender strömten aus allen Himmelsrichtungen herbei. Sie kamen nicht nur aus Rinteln, sondern auch aus ganz Schaumburg, sogar aus Minden und Nienburg.

 Und die Spendenfreudigkeit war einfach immens. „Beim Richtfest des Klinikums in Vehlen wurden Spenden in Höhe von 1600 Euro eingesammelt“, berichtet Witt. „Die in Rintelner Geschäften von Pauls Kita-Gruppe aufgestellten Boxen brachten 770 Euro, der Waldkindergarten spendete ebenso für Paul wie zahlreiche weitere Firmen und Institutionen. Eine Riesensumme steuerte die Initiative Eltern Krebskranker Kinder bei“, erzählt Witt euphorisch. „Über 50000 Euro beträgt jetzt die Spendensumme.“

 Mehr als 70 Helfer waren gestern viele Stunden im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf der Typisierung zu gewährleisten. Die Feuerwehren aus Rinden und Todenmann waren für den Auf- und Abbau sowie für die Regelung des Verkehrs und des Parkens zuständig. „In der Kirche gab es keine Stühle mehr, denn die haben wir für die Aktion in die Mehrzweckhalle gebracht“, verrät Todenmanns Ortsbrandmeister Rolf Marchlewski. Und seine Frau Yvonne regelte den Einsatz der Jugendgruppe, die mit 15 Mädchen und Jungen zu den Helfern gehörten.

 Zu den Unterstützern gehörten auch viele Eltern und Mitarbeiter der Kita am Kreiskrankenhaus, Rettungssanitäter aus ganz Schaumburg sowie ein Ärzte-Team und Pflegekräfte aus dem Klinikum Minden, in dem Paul seit mehr als zwei Jahren Patient ist.

 Trotz der vielen Helfer im medizinischen Bereich mussten die Spender etwas Geduld mitbringen. An 40 Plätzen wurden die Daten erfasst, danach ging es zur Zwischenkontrolle, wo die Daten abgeglichen wurden. Es folgte die Blutentnahme an 20 Plätzen. Der Durchgang dauerte etwa 20 Minuten. In den Stoßzeiten etwas länger.

 „Bei Typisierungsaktionen dieser Größenordnung wird kein Wangenabstrich vorgenommen, sondern etwa fünf Milliliter Blut entnommen. Der Bluttest geht schneller, weil bei einem Wangenabstrich die feuchte Watte erst trocknen muss, bevor man das Stäbchen in das Röhrchen schiebt. Und außerdem hat der Bluttest den Vorteil, dass man im Vergleich zum Wangenabstrich viele zusätzliche Marker feststellen kann“, erklärt Simon Stifter von der DKMS. „Und die Verunreinigungsquote ist wesentlich geringer.“

 Die Typisierungsaktion wurde von mehreren Seiten großzügig unterstützt. So kümmerte sich das Waldgasthaus Homberg um die Verpflegung der Helfer, Wesergold um die Getränke. Das „Mosquito“ war mit einem Verpflegungsstand vor Ort, verkaufte T-Shirts mit dem Aufdruck „Ein Herz für Paul“ und Buttons. Die Fleischerei Rauch sponserte eine Würstchenbude samt Bratwürstchen und Personal. Auch der Erlös an den Verkaufsständen floss in die Spendensumme.

 Wer den Termin für die Typisierung verpasst hat, aber noch spenden möchte, sei es Geld oder Stammzellen, der kann Kontakt mit der DKMS aufnehmen.

 Die Kontaktdaten lauten: DKMS, Kressbach 1, 72072 Tübingen, Telefon (07071) 9430, E-Mail: post@dkms.de, oder Simon Stifter, Telefon (05257) 9383317, E-Mail: stifter@dkms.de.

 Um die Wartezeiten gering zu halten, waren 40 Helfer im Einsatz, die die Daten der Spender erfassten. Trotzdem bildeten sich zu den Stoßzeiten lange Warteschlangen.

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