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Material für über 5000 Euro abgezweigt?

Rinteln / Prozess Material für über 5000 Euro abgezweigt?

In einem Prozess um den dubiosen Verbleib von Baumaterialien und anderen Waren im Wert von mehr als 5000 Euro muss sich ein Ostwestfale (44) wegen Unterschlagung vor dem Amtsgericht verantworten.

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Quelle: dpa

Rinteln. Ihm wird vorgeworfen, er habe im Rahmen seiner Tätigkeit als Mitarbeiter einer pädagogischen Einrichtung unterschiedliche Gegenstände für das Unternehmen gekauft, ohne dazu ermächtigt gewesen zu sein. Anschließend sollen die Sachen auch nicht für die Einrichtung verwendet worden sein. Stattdessen, so der Vorwurf, habe der Angeklagte die Materialien privat zur Errichtung eines Carports benutzt.

 Im Sommer 2011 wurden von verschiedenen Firmen diverse Rechnungen über Waren für insgesamt mehr als 5000 Euro erstellt. Dabei ging es um den Kauf einer Vielzahl von Gegenständen, überwiegend Baumaterialien. Geordert wurden unter anderem Plastikrohre, Spanplattenschrauben, Latten, Eisenträger, Isolierband, Winkelbleche, aber auch Hydraulikschläuche, eine Kreuzhacke und eine Farbspritzpistole.

 Vor Gericht bestritt der Angeklagte, die Sachen für sich verbraucht zu haben. Die Waren sollen für die Einrichtung verwendet worden sein. So gab es erhebliche Renovierungsarbeiten in dem Haus. Andere Teile sind demnach für ein Fahrzeug, weiteres Material für ein Außengebäude verbaut worden.

 Diese Erklärung schien für Richter Christian Rost zu passen. Ebenso plausibel wirkte für ihn aber auch die Darstellung des Chefs des Unternehmens. Dieser gab an, die vom Angeklagten genannten Umbaumaßnahmen seien bereits im Jahr 2010 durchgeführt worden, also vor der Bestellung des Materials.

 Da nun weitere Ermittlungen geführt werden sollen, setzte Richter Rost die Hauptverhandlung aus. Der Prozess wird vermutlich im nächsten Jahr noch einmal von vorn beginnen.

Von Frank Matthias

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